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Wilfried Stehr aus dem aktiven Dienst verabschiedet

Der Anstaltsleiter der JVA Frankfurt (Oder) geht in den Ruhestand und verabschiedet sich von seiner Belegschaft und Mitarbeitern seiner Zeit in der Oderstadt

 

Am 15. Dezember 2009 wurde der langjährige Leiter der JVA Frankfurt (Oder), Kollege Wilfried Stehr, in einer kleinen Feierstunde nach 41-jähriger Tätigkeit im Strafvollzug in die passive Phase der Altersteilzeit verabschiedet.

 

Die besten Wünsche aller Anwesenden, insbesondere in Hinsicht auf seine Gesundheit, begleiteten ihn.

 

Wilfried Stehr hatte nach seinem Schulabschluss die Berufsausbildung zum Betriebsschlosser absolviert. Seit dem 1. August 1968 ist er im Strafvollzug tätig. Hier war er anfangs als Wachtmeister im Aufsichtsdienst der StVE Schwarze Pumpe bis August 1970 beschäftigt. Nach einer zweijährigen Ausbildung an der damaligen Fachschule für Strafvollzug in Radebeul (Sachsen) wurde er von 1972 bis 1973 als Erzieher in der JVA Schwarze Pumpe eingesetzt. Ab 1975 bis 1982 übte er die Funktion  des Stellvertreters des Anstaltsleiters der StVE Cottbus aus.

 

Im Zeitraum vom 1982 bis 1986 nahm er die Aufgaben eines Abteilungsleiters und von 1986 bis 1990 die des Stellvertreters des Anstaltsleiters für Ökonomie und Versorgung in der StVE Schwarze Pumpe wahr.

 

Ab 1991 übernahm er das Amt des Anstaltsleiters in der nunmehrigen JVA Schwarze Pumpe. Im Januar 1995 wurde er an die JVA Frankfurt (Oder) versetzt und übernahm die dortige Justizvollzugsanstalt.

 

Im Sommer 1990 wurde er Mitglied des BSBD Brandenburg und unterstützte sowohl in der JVA Schwarze Pumpe / Spremberg und anschließend in Frankfurt (Oder) die Umsetzung der Ziele unserer Fachgewerkschaft.

 

Neben seiner dienstlichen Tätigkeit ist er seit dem 01. Mai 2007 als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Frankfurt (Oder) für die Angelegenheiten der Sozialversicherung und der Arbeitsförderung aus dem Kreis der Arbeitgeber sowie für die Angelegenheiten der Grundsicherung für Arbeitsuchende aus dem Kreis der Arbeitgeber tätig.

 

In der Veranstaltung zur Verabschiedung hob der Abteilungsleiter III des MdJ, Manfred Koldehoff besonders sein engagierten Einsatz für die Realisierung der Vollzugsziele in seiner Anstalt und sein stets aktives Mitwirken in der Gestaltung der Vollzugslandschaft im Land Brandenburg hervor. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), der die guten Beziehungen zwischen Anstalt und Stadt würdigte, überbrachte ihm neben vielen anderen ehrenamtlich in der Anstalt Tätigen die besten Wünsche für die nunmehr vor ihn stehende Zeit des Ruhestandes.

 

An dieser Stelle sei dem Kollegen Stehr nochmals der Dank seiner Mitarbeiter in der JVA Frankfurt (Oder), aber auch der Kolleginnen und Kollegen seiner vorherigen Wirkungsstätten für seinen engagierten Einsatz für den Justizvollzug und für die Interessen der Bediensteten ausgesprochen.  

 

Eine langjährige Tätigkeit im und für den Strafvollzug hat nun geendet. Er selbst erklärte, er würde sich gern - trotz so mancher Schwierigkeiten und Probleme - an diese Zeit erinnern und werde mit dem Strafvollzug verbunden bleiben.

 

Kollege Wilfried Stehr übergibt den symbolischen Anstaltsschlüssel an Kollegen Jürgen Rades

Abschiedsrede