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Tarifverhandlungen 2009

Brandenburgweiter
Aktionstag im Vorfeld der 4. Verhandlungsrunde in Potsdam. Mehr als 5000
Landesbedienstete brachten ihren Unmut über die Blockadehaltung der
Arbeitgeber zum Ausdruck.
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Die dritte
Verhandlungsrunde am 14. Februar 2009 in Potsdam machte mehr als
deutlich, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ihre
Beschäftigten sowohl von der allgemeinen Einkommensentwicklung abhängen
will als auch die in 2008 mit Bund und Kommunen vereinbarten Erhöhungen
für ihre eigenen Landesbediensteten nicht vorsieht. |
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Das Angebot lautete 4,2
Prozent ab dem 1. Juli 2009 bei einer erneuten Nullrunde im Jahre 2010 und
einer Laufzeit von zwei Jahren. Dies bedeutet in Wirklichkeit eine
Erhöhung der Einkommen um real ganze 1,3 Prozent und macht deutlich,
wie unannehmbar das Angebot ist! Der Osten soll außerdem wiederholt
zeitlich abgekoppelt werden!
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Erneut kam es in allen
Bundesländern zu lautstarken Protesten und zu einigen Warnstreiks. In
Potsdam sammelten sich mehr als 5000 Bedienstete aus allen
Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und legten mit ihrer Demonstration
zum Landtag den laufenden Berufsverkehr zeitweise lahm. Natürlich war der
BSBD Brandenburg mit Vertretern aus Brandenburg, Cottbus und Duben
dabei. Auf der anschließenden Kundgebung artikulierten die Teilnehmer ihren
Unmut lautstark und deutlich. Unmissverständlich wurde klar gemacht, dass
die sture Haltung der TdL-Verhandlungskommission als Missachtung der
tagtäglich erbrachten Leistungen bewertet wird.
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Dies - so einer der
Redner der Gewerkschaften - sollten die Landesbediensteten in ihrer
Wahlentscheidung im September 2009 insbesondere den Ministerpräsidenten
Matthias Platzeck und den Vizeverhandlungsführer der TdL und
brandenburgischen Finanzminister Rainer Speer (beide SPD) deutlich
spüren lassen.
Unerträglich,
selbstherrlich und in höchster Potenz ignorant
ist der Kommentar von Rainer Speer zu den berechtigten Forderungen
der Beschäftigten im Anschluss der Proteste gegenüber dem rbb. Er sieht
keine Notwendigkeit zu verbesserten Angeboten und meint in seiner typisch
arroganten Art und Weise, Proteste, Aktionen und auch Streiks würden ihn
überhaupt nicht beeindrucken - und schließ damit ein, dass ihn die
bisher in engagierter Arbeit erbrachten Leistungen der Landesbediensteten
auch nicht interessieren.
Für die Kolleginnen und
Kollegen in den Dienststellen und Betrieben der Landesverwaltung eine
Verhöhnung ihrer Leistungsbereitschaft.
Solche
Politiker gehören abgewählt!
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Die
nächste Verhandlungsrunde findet am 28.02.2009 erneut in Potsdam
statt. Die derzeitige Haltung der TdL und ihrer Vertreter verheißen nichts
Gutes und deutet darauf hin, dass erneut keine Einigung zu erzielen ist. Die
Gewerkschaften sind dann gezwungen, die Arbeitskampfmaßnahmen zu
verschärfen, die Urabstimmung zu Erzwingungsstreiks durchzuführen und
weitere Protestmaßnahmen vorzusehen. Darauf gilt es sich vorzubereiten -
auch von den Bediensteten in Frankfurt (Oder), Wriezen und Wulkow, die dann
gleichfalls gefordert sind, in ihrem ureigensten Interesse Flagge zeigen.
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Willi
Köbke
Landesvorsitzender
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