|
7.
Deutsche Kegelmeisterschaft des Strafvollzuges in Cottbus
Strafvollzug ist mehr als Schichtarbeit,
Stationsdienst, Gefangenenbetreuung und Bewachung. Das sportliche
Miteinander wird gepflegt, Freizeit gestaltet und Teamgeist demonstriert.
Wie gut das funktioniert, davon konnte man
sich bei den Keglern des Strafvollzuges vom 06.- 10.Juni 2007 in der
Lausitz-Metropole Cottbus einmal mehr ein Bild machen.
Zum 7. Mal fanden die Deutsche
Kegelmeisterschaften der Justizvollzugsanstalten statt. Die Kegelfreunde der
JVA Cottbus- Dissenchen hatten die Ausrichtung übernommen.
12 Mannschaften aus 9 Bundesländern gingen an
den Start. Am Freitag kegelten die Mannschaften aus Kiel, Ichtershausen,
Laufen-Lebenau, Bochum und Cottbus und Sonnabend setzten die Mannschaften
aus Neustrelitz, Untermaßfeld, die Frauen aus Vechta, Bruchsal, Ravensburg,
Ulm und Halle den Wettkampf fort. Sechs Einzelkegler je Mannschaft gingen an
den Start und fünf davon wurden am Ende gewertet.
Bei Temperaturen über 30 °C herrschten nicht
gerade die leichtesten Bedingungen. Manch einer wird sich kaum noch daran
erinnern, dass dieser Sommer auch richtig heiße Tage hatte.
 |
| Der
Trophäen-Tisch |
Herr Regierungsdirektor Günter Tübben hat
als Anstaltsleiter und Schirmherr der Meisterschaften am frühen
Freitag-Nachmittag die Wettkämpfe mit einem Grußwort und der ersten Kugel
eröffnet.
Dann wurde es ernst. Gestartet wurde im
Kettenstart, der Wettkampf ging über 4 Bahnen und auf jeder Bahn wurden 25
Kugeln in die Vollen geschoben. Gespielt wurde auf der Classic- Bahn des ESV
Lok Cottbus e.V. in der Saarbrücker Straße.
 |
| Blick auf die
Wettkampfstätte |
Die Gastgeber aus Cottbus gingen als Favorit
an den Start und wurde letztendlich, das darf schon vorweg genommen werden,
ihrer Rolle auch gerecht. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung legten
wir am ersten Tag mit dem Paukenschlag von 2779 Holz die Messlatte so hoch,
dass damit der Sieg gesichert war. Zum ersten Mal spielte auch eine Kollegin
aus der JVA Brandenburg bei uns mit, die Sportfreundin Dörthe Hilbig. Sie
erreichte bei ihrem ersten Start auf einer Classic-Bahn ein Gesamtergebnis
von 506 Holz. Nicht nur für Insider ein durchaus beachtliches Ergebnis.
Das zähem Ringen um jedes Holz wurde bei den
klimatischen Verhältnissen zur Schwerstarbeit. Aber letztlich hat jeder
Wettkampf einmal ein Ende und ein Ergebnis.
Bester Einzelkegler bei den Herren wurde
Lothar Herrmann mit 567 Holz, gefolgt von Peter Kassal mit 563
Holz und Volkmar Kern mit 562 Holz alle von der JVA Cottbus. Die
Plätze 4 und 5 belegten mit 561 Alexander Gobach und Joachim Daratha beide
aus der JVA Ulm. Bei den Frauen belegte Birgit Meißner aus
Cottbus mit 549 Holz den ersten Platz. Siegrun Franz aus Untermaßfeld
wurde mit 526 Holz zweite und mit 506 Holz belegte Dörthe Hilbig den
dritten Platz.
 |
| Die
siegreiche Lausitz-Mannschaft |
Insgesamt siegte die Mannschaft der JVA
Cottbus mit 2779 Holz, vor der Mannschaft der JVA Ulm mit 2601.
Dritter wurde die Mannschaft aus Untermaßfeld mit 2576 Holz. Platz 4
belegte der Vorjahresmeister Kiel / Itzehoe mit 2550 und Platz 5 ging an
Ichtershausen mit 2512 Holz. Hier noch die weiteren Plätze: 6. Platz
Neustrelitz 2415 Holz, 7. Platz Laufen- Lebenau 2365 Holz, 8. Platz Bruchsal
2353 Holz, 9. Platz Bochum 2323 Holz, 10. Platz Ravensburg 2306 Holz, 11.
Platz Halle 2247, 12. Platz JVA für Frauen Vechta 2185, die jedoch
eindeutiger Stimmungssieger waren.
Am Abend fand die Siegerehrung in der
Sportgaststätte in Kiekebusch statt. Der Anstaltsleiter und der Kollege
Rainer Krone als Vorsitzender des Ortsverbandes des BSBD nahmen
die Ehrungen vor. Im Anschluss sorgten der Pumpsche Carnevalsclub kurz PCC,
für Spaß und gute Laune. Mit ihrem knapp einstündigen Programm, brachte sie
die Stimmung im Saal zum kochen. Danach wurde zunächst der Hunger gestillt
und danach wurde gefeiert und getanzt bis morgens um halb vier.
 |
| Kegler können
auch feiern |
Wir möchten uns als Veranstalter nochmals
ganz herzlich für die Teilnahme aller Mannschaften und die zahlreichen
Gastgeschenke bedanken. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es
nach Untermaßfeld in Thüringen geht.
In diesem Sinne wünscht Peter Kassal „Gut
Holz“ |