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Landtagsfraktion Die Linke.PDS Brandenburg

08.11.2006

Kerstin Kaiser

Unberechenbar und selbstherrlich

Zum Kabinettsbeschluss den Beamten das Weihnachtsgeld zu streichen, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS, Kerstin Kaiser:

KAISER-NICHT, Kerstin

Finanzminister Rainer Speer will – entgegen seinen Zusagen – den Beamten das Weihnachtsgeld streichen. Das ist ein eklatanter Wortbruch!

Dazu passen die Versuche des Ministers, auch die Angestellten ab Februar 2007 in ein neues Sparkonzept zu pressen. Auch sie sollen dann weiter auf Einkommen verzichten.

Die Landesregierung hat 2004 zusammen mit ihren Beschäftigten einen Solidarpakt ausgehandelt. Danach haben die Beamten von 2004- 2006 eine Kürzung ihres Weihnachtsgeldes um 150 EURO und die Streichung des Urlaubsgeldes akzeptiert. Im Gegenzug verzichtete das Land auf Personalabbau.

Jetzt ist die völlige Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld vorgesehen, obwohl Brandenburg im Jahr 2006 mit 196,5 Mio. Euro und 2007 mit 160 Mio. EURO höheren Einnahmen rechnen kann.

Angesichts der bevorstehenden Kostensteigerungen in Sachen Energie, Gesundheit und Mehrwertsteuer, aber gleichzeitigen Steuermehreinnahmen in Höhe von insgesamt 357 Mio. EURO sind die vorgesehen Kürzungen eine Kampfansage der Landesregierung an ihre Beschäftigten!

Dagegen wird die Linksfraktion im Landtag Widerstand leisten. Wir erklären unsere Solidarität mit den Beamten und Angestellten der Landesverwaltung. Wir wissen, dass es auch in weiten Bereichen der privaten Wirtschaft kein Weihnachtsgeld mehr gibt – hier aber geht es um die Verantwortung von Politikerinnen und Politikern als öffentliche Arbeitgeber. Der Ministerpräsident muss seinen Finanzminister zur Ordnung rufen und so schleunigst für die Vertrauenswürdigkeit seiner Regierung sorgen.