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Tarifverhandlungen 2011

 

Protestdemo und Kundgebung der Brandenburger Landesbediensteten am 8. März 2011 in der Landeshauptstadt Potsdam. Über 40 Mitglieder des BSBD Brandenburg unter den mehr als 12 000 Teilnehmern.

 

 

Nach der zweiten Verhandlungsrunde am 25. Februar 2011 hatten sich die öffentlichen Arbeitgeber keinen Zentimeter bewegt. Anlass für den dbb, der GEW, der GdP und ver.di zu einer gemeinsamen Protestdemo mit anschließender Kundgebung am 8. März in Potsdam aufzurufen.

Im Vorfeld waren von den Gewerkschaften rund 8 000 Teilnehmer erwartet worden, gekommen sind mehr als 12 000 Landesbedienstete, darunter auch viele Beamte, die von der Landesregierung die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Abschlusses für die Besoldung einforderten.

 

Immer mehr Aufgaben für immer weniger Personal und dann noch Verweigerung einer adäquaten, den steigenden Lebenskosten angepasste Erhöhung der Bezüge – das wird nicht mehr länger hingenommen!

 

In den ersten Gesprächen der Gewerkschaften mit dem Finanzministerium zu landeseigenen Regelungen für Besoldung und Versorgung wurde außerdem deutlich, dass die rot-rote Landesregierung nicht daran denkt, die Sonderzahlung an Beamte („Weihnachtsgeld“) wieder aufleben zu lassen und den bisherigen Besoldungsrückstand von 1,4 Prozent im Vergleich zu den anderen Ländern irgendwann auszugleichen – im Gegenteil: Weitere Kürzungen im Bereich der Zulagen werden vorgesehen, die letztlich die Brandenburger Beamten vom vorletzten Platz in der Besoldung auf den letzten rutschen lassen. Das verstehen die Brandenburger SPD und Linke unter „Beförderungspolitik“ und Motivationsanreiz!

 

So nicht mit uns, meine Damen und Herren Politiker!

Den „Platz an der Sonne“, den sie derzeit einnehmen und auf dem sie sich scheinbar sehr sicher fühlen, sichern ihnen die trotz aller Erschwernisse noch unermüdlich und korrekt arbeitenden Beschäftigten und Beamten der Landesverwaltung, für die sie scheinbar nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln übrig haben. Die Kolleginnen und Kollegen in der Landesverwaltung dürften ein anderes Verständnis vom „Zurücktreten“ haben:

 

 

Vertreter aus den Ortsverbänden Brandenburg und Duben sowie Wulkow und Wriezen haben für den BSBD Brandenburg an diesem Aktionstag Flagge gezeigt und die Strafvollzugsbediensteten des Landes vertreten.

 

 

Unsere Kernforderungen sind: 

  • 50 Euro Sockelbetrag und darauf lineare Erhöhung um 3 Prozent

  • Eine Laufzeit von 14 Monaten

  • Zeit- und inhaltsgleiche Übernahme der Ergebnisse für die Beamten

  • Aufleben der Sonderzahlung an die Beamten

  • Keine weiteren Verschlechterungen in Besoldung und Versorgung

 

Willi Köbke