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Demonstration der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes Brandenburgs am 27.01.2007 in Frankfurt (Oder) und am 31.01.2007 in Cottbus

Die Gewerkschaften stehen in breiter Front - der BSBD Brandenburg ist immer dabei!

Landespolitiker in Brandenburg haben es zurzeit in Brandenburg nicht leicht. Auf Schritt und Tritt werden sie verfolgt. Nicht nur der gewohnte Tross von Fotografen und Reportern klebt an ihren Fersen, in diesen Tagen ist es auch das „Nutzvieh“ der Landespolitik, Beschäftigte aus allen Bereichen der Landesverwaltung. Das leidige Thema ist noch immer die Frage der Regelung der Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) und das Ende des Sozialtarifvertrages.

Finanzminister Rainer Speer (SPD) ist gerade dabei, in gewohnt ruppiger Manier im Vorfeld der Verhandlungen eine Drohkulisse aufzubauen. Letzter Höhepunkt ist die Aufforderung an alle Ressorts, die Zahl der Angestellten zu ermitteln und namentlich unterlegt vorzulegen, wer von diesen ab dem Tag X betriebsbedingt gekündigt werden kann. Und der Finanzminister hat seine Vorstellungen dazu gleich mitgeliefert. Für den Vollzug gibt es danach bis 2012 keine Personalzugänge und bei einem Angestelltenstand von 2,3% eine Kündigungsmöglichkeit für 27 Beschäftigte.

 

 

Frankfurt (Oder)

Die CDU Brandenburg traf sich am 27.Januar 2007 in Frankfurt (Oder) zum Parteitag, um einen neuen Landesvorsitzenden zu wählen. Grund genug, auch hier zu zeigen, dass der kleine Partner der Regierungskoalition nicht unbeobachtet bleibt. Die haushaltspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Saskia Funk, hat ja deutlich gesagt, dass es viel zu viele Beamte im Land gibt und diese viel zu teuer sind, weil sie keine wertschöpfende Arbeit verrichten.

Ein Teil der BSBD-Demonstranten vor dem Tagungsgebäude

Gute Demo-Stimmung bei frostiger Umgebung.

Cottbus

Aus Anlass der Neujahrsklausur der SPD-Landtagsfraktion hatten die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes auch hier zur Demo aufgerufen, um den Abgeordneten ihren Unmut und ihre Wut über den unflätigen Umgang der Landesregierung mit ihren Beschäftigten zu verdeutlichen. Dem eigens zu dieser Landtagsklausur angereisten Vizekanzler und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD Franz Müntefering wollten die Demonstranten zeigen, wie die Mitglieder der Noch-Volkspartei SPD mit ihrem Beschäftigtenvolk umgehen, indem Verträge gebrochen werden und keine Verlässlichkeit mehr im Regierungshandeln besteht.

Deutliche Worte

Doch der Vizekanzler war zu feige, sich den Brandenburger Beschäftigten zu stellen und sich dem berechtigten Unmut der öffentlich Bediensteten zu stellen, er zog es vor, durch den Hintereingang an den Tagungsort zu gelangen.

Die Beschäftigten verlangen von der Landesregierung als das wahrgenommen zu werden, was sie sind, als gut arbeitende Bedienstete, als mündige Bürger und als kritische Wähler und nicht als die eierlegende Wollmilchsau einer wortbrüchigen Landespolitik.

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) muss sich so Einiges anhören

von Rainer Krone (BSBD) und Andreas Schuster (GdP)