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DBB-Info, 15.12.2007

 

dbb-Chef zur anstehenden Tarifrunde: Deutliche Einkommenssteigerung unumgänglich


Kurz vor der Bekanntgabe der Forderung für die Tarifrunde 2008 in Bund und Kommunen hat dbb Chef Peter Heesen noch einmal klar gemacht, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst eine deutliche Steigerung ihrer Einkünfte erwarten. Heesen verwies am 15. Dezember 2007 im Inforadio des rbb auf die gravierenden Sparmaßnahmen, die der öffentliche Dienst seit der letzten Einkommenserhöhung um ein Prozent im Jahr 2004 hinnehmen musste. „Jetzt ist die Zeit in der Tat gekommen, wo wir eine deutliche Einkommenserhöhung erwarten“, sagte Heesen. „Wenn wir jetzt nicht zu vernünftigen Einkommensentwicklungen kommen, dann wird der öffentliche Dienst großen Schaden nehmen.“ Am 18. Dezember beraten die Gremien des dbb über die Tarifforderung, die erstmals in Abstimmung mit ver.di gestellt wird. Beide Gewerkschaften haben für die Tarifrunde 2008 eine Kooperationsvereinbarung getroffen.

 

Gegenüber dem Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder von 2006 habe sich die wirtschaftliche Basis deutlich verbessert. Heesen verwies auf die sprudelnden Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte. „Es kann nicht sein, dass alle davon profitieren, aber der öffentliche Dienst nicht.“ Nun müsse dafür gesorgt werden, „dass die Menschen im öffentlichen Dienst gerecht behandelt werden“.

 

Die Tarifrunde werde „schwierig“, zeigte sich der dbb Chef überzeugt. Es gebe Überlegungen zu Warnstreiks während der zweiten oder dritten Verhandlungsrunde. „Was wir sehr konsequent tun, wir informieren unsere Mitglieder“, so Heesen. „Die Menschen müssen wissen: Sie müssen für das, was wir gemeinsam wollen, auch bereit sein zu kämpfen.“