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Personalratswahlen 2006 – Erneuter Erfolg für die in der AG Justiz
organisierten Fachgewerkschaften des dbb
AG Justiz bei den
Wahlen mit Zugewinn an Stimmen und Sitzen. Insgesamt wurden 7 von 11 Sitzen
erreicht, 3 Sitze davon gingen an den BSBD Brandenburg
Zu den Wahlen für den Hauptpersonalrat beim Ministerium der
Justiz des Landes Brandenburg trat der BSBD Brandenburg wieder
gemeinsam mit den anderen Justizfachgewerkschaften des dbb brandenburg unter
dem Kennwort AG Justiz an. Ziel war es, erneut die Mehrheit im
Gremium zu erringen, um den konsequenten und aktiven Einsatz für die
Interessenwahrung der Beschäftigten in Justiz und Justizvollzug fortsetzen
zu können.
Die Gewerkschaft ver.di hatte sich zum Ziel gesetzt,
die bisherige Zusammensetzung des Gremiums zu ihren Gunsten zu verändern.
Dazu setzte sie im Vorfeld der Wahlen erhebliche finanzielle Mittel ein, um
sich bei den wahlberechtigten Bediensteten im Geschäftsbereich beliebt zu
machen. Das Ergebnis dürfte für sie ernüchternd sein. Das Wahlergebnis weist
aus, dass die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten den bisherigen
aktiven Einsatz der Vertreter der AG Justiz für die Interessen
der Bediensteten mehr schätzten als die Versprechungen und Wahlgeschenke von
ver.di.
So wurden in der Gruppe der Beamten 5 von 6 Sitzen, in der
Gruppe der Angestellten 1 von 4 Sitzen und der Sitz für die Gruppe der
Arbeiter erreicht. Zudem fiel 1 Sitz bei den Angestellten auf eine
Unabhängige Liste, deren Spitzenkandidatin aus dem Justizvollzug kommt,
ebenfalls Mitglied im BSBD Brandenburg ist und davon ausgegangen werden
kann, dass sie die gewählten Mitglieder der AG Justiz im HPR unterstützen
wird.
Erneut wurde das beste Ergebnis im Strafvollzug
erzielt: 76 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen hier auf die
Listen der AG Justiz - 10 Prozent mehr als vor 4 Jahren – ein Beweis
dafür, dass der Einsatz der Vertreter des BSBD Brandenburg für die
Bediensteten in den Strafvollzugseinrichtungen sowohl auf gewerkschaftlicher
Ebene als auch in den Personalvertretungen Anerkennung findet. Die
Vertreter von ver.di erreichten hier gerade einmal 15,5 Prozent. Dies
beweist, dass von einer Gewerkschaft nicht nur starke Worte erwartet werden,
sondern auch aktives Handeln. Aber selbst in Zeiten erheblicher
Kürzungsvorhaben bei Finanzausstattung, Personal und Haftplätzen für den
Justizvollzug, aber auch bei der permanenten Verschlechterung von Besoldung
und Vergütung blieb die Gewerkschaft ver.di inaktiv, nur die Vertreter des
BSBD Brandenburg waren auf medialer und politischer Ebene für die Interessen
der Strafvollzugsbediensteten aktiv im Einsatz und bekämpften die
irrwitzigen politischen Vorhaben.
Ein Wermutstropfen ist aber die erneute Wahlbeteiligung
in den Vollzugsanstalten, die bei 55,3 Prozent und damit erneut erheblich
unter dem Durchschnitt im Geschäftsbereich lag. Zwar ist hier eine
Steigerung um 5 Prozent zu verzeichnen – dies hauptsächlich zurückgeführt
auf die Erhöhung der Beteiligung um mehr als 20 Prozent in der JVA
Brandenburg a.d.H. – zufriedenstellend ist das aber noch immer nicht, denn
wäre eine Beteiligung von 68 Prozent erreicht worden (Durchschnitt
insgesamt), hätte das schon hervorragende Ergebnis für die Listen der AG
Justiz kaum noch getoppt werden können.
Trotzdem bleibt festzuhalten, dass die Vertreter der AG
Justiz und hierbei die gewählten ordentlichen sowie Ersatzmitglieder des
BSBD Brandenburg eine ausgezeichnete Position haben, sich weiterhin
für einen wirksamen Strafvollzug im Land sowie für die Beachtung der
berechtigten Interessen der Beschäftigten in den Anstalten einzusetzen.
Der Vorstand des Landesverbandes des BSBD möchte
deshalb an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen recht herzlich
danken, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und den Listen der AG
Justiz ihre Stimme gegeben haben. Das Mandat, welches die Kandidaten des
BSBD Brandenburg erhalten haben, wird mit Engagement und unter Nutzung aller
rechtlichen Möglichkeiten im Interesse der Belegschaften der Einrichtungen
der Justiz und insbesondere des Justizvollzuges wie bisher mit aller
Konsequenz wahrgenommen werden.
Übersicht über die Ergebnisse der Wahlen zum
Hauptpersonalrat:
Ergebnisse im Geschäftsbereich des MdJ
|
Gesamt |
|
|
|
|
|
|
wahlberechtigt |
Wähler |
gültig |
AG Justiz |
ver.di |
unabhängige |
|
4.803 |
3.264 |
3.166 |
1.675 |
882 |
609 |
|
(Prozent) |
68,0 % |
|
52,9 % |
27,9 % |
19,2 % |
|
Sitze |
|
|
7 |
3 |
1 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Beamte |
|
|
|
|
|
|
2.823 |
1.813 |
1.764 |
1.081 |
325 |
358 |
|
(Prozent) |
64,2 % |
|
61,3 % |
18,4 % |
20,3 % |
|
Sitze |
|
|
5 |
1 |
- |
|
|
|
|
|
|
|
|
Angestellte |
|
|
|
|
|
|
1.773 |
1.297 |
1.257 |
475 |
531 |
251 |
|
(Prozent) |
73,2 % |
|
37,8 % |
42,2 % |
20,0 % |
|
Sitze |
|
|
1 |
2 |
1 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Arbeiter |
|
|
|
|
|
|
207 |
154 |
145 |
119 |
26 |
- |
|
(Prozent) |
74,4 % |
|
82,1 % |
17,9 % |
|
|
Sitze |
|
|
1 |
- |
- |
Ergebnisse im Justizvollzug
|
Gesamt |
|
|
|
|
|
|
wahlberechtigt |
Wähler |
gültig |
AG Justiz |
ver.di |
unabhängige |
|
1.332 |
736 |
705 |
536 |
109 |
60 |
|
(Prozent) |
55.3 % |
|
76,0 % |
15,5 % |
8,5 % |
|
|
|
|
|
|
|
|
Beamte |
|
|
|
|
|
|
1.140 |
622 |
606 |
469 |
94 |
43 |
|
(Prozent) |
54,6 % |
|
77,4 % |
15,5 % |
7,1 % |
|
|
|
|
|
|
|
|
Angestellte |
|
|
|
|
|
|
192 |
114 |
99 |
67 |
15 |
17 |
|
(Prozent) |
59,4 % |
|
67,7 % |
15,1 % |
17,2 % |
Ordentliche Mitglieder des HPR aus dem BSBD
AG Justiz:
|
Beamte: |
Burghard Neumann |
(JVA Brandenburg a.d.H.) |
|
|
| |
Peter Kassal |
(JVA Cottbus-Dissenchen) |
|
|
| |
|
|
|
|
|
Angestellte: |
Willi Köbke |
(JVA Wriezen) |
|
|
Unabhängiges Bündnis:
|
Angestellte: |
Petra Tauche-Wiese |
(JVA Cottbus-Dissenchen) |
|
 |
 |
 |
| Burghard
Neumann |
Peter
Kassal |
Willi
Köbke |
|