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Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben
offiziell eröffnet
Justizministerin
Beate Blechinger (CDU) übergab gemeinsam mit Finanzminister Rainer Speer
(SPD) am 11. Mai 2005 den letzten Neubau des Bau- und Investitionsprogramms
für den Strafvollzug im Land Brandenburg seiner Bestimmung. Der offizielle
Festakt fand in der Sporthalle der Justizvollzugsanstalt unter Beteiligung
vieler Gäste aus Justiz, Politik, Kirche, Verwaltung und Kommune sowie der
Bauausführenden statt.

Symbolische
Schlüsselübergabe vom Finanzminister Speer an die Justizministerin
Mit dem Festakt und der symbolischen Schlüsselübergabe an die
Justizministerin ist das Neubauprogramm für den Strafvollzug – abgesehen von
den noch ausstehenden Erweiterungsbauten in Wriezen sowie Ergänzungsbauten
in Brandenburg – abgeschlossen. Schon im Dezember 2004 war die Übergabe des
Neubaus in Duben an das Ministerium der Justiz erfolgt und seit März 2005
sind die ersten Gefangenen in die Einrichtung umgezogen. Nichts erinnerte
mehr daran, dass der Standort Duben ursprünglich gar nicht für eine
Strafvollzugseinrichtung vorgesehen war, sondern sich die politisch
Verantwortlichen erst nach dem Wechsel im Justizressort 1999 für diesen
Standort – nach gründlicher und sachlicher Prüfung aller Faktoren durch den
damaligen Justizminister Prof. Dr. Kurt Schelter - entschieden hatten. So
blieb es dem Bürgermeister der Stadt Luckau, Harry Müller, vorbehalten, alle
diese Erschwernisse in seinen Ausführungen nochmals darzustellen und das
erfreuliche Ergebnis in Form der nunmehr in Betrieb genommenen
Vollzugsanstalt zu begrüßen.
Der mit der Führung der Geschäfte des Anstaltsleiters beauftragte Kollege
Claudius Leinkauf dankte in seinen Ausführungen besonders den schon tätigen
Bediensteten der Einrichtung für ihr Engagement im Rahmen der Vorbereitung
auf den Betrieb der Anstalt und brachte zum Ausdruck, dass der künftige
Leiter der JVA Luckau-Duben neben dem modernen Ausstattungsgrad auch hoch
motivierte Bedienstete vorfinden werde.
Justizministerin Beate Blechinger betonte in ihrer Ansprache, wie wichtig es
ist, dass die neue Anstalt von den in der Region lebenden Menschen
angenommen wird. „Eingeleitet wurde er,“ so die Ministerin, „durch die
Bereitschaft der verschiedenen Amts- und Behördenvertreter, eine
Justizvollzugsanstalt auf ihrem heimischen Boden anzusiedeln. Der Beginn der
Bauarbeiten, ihr sichtbares, zügiges Voranschreiten und auch die Berichte
hierzu in den Medien haben diesen Prozess weiter gefördert.“ Insofern dürfte
die neue Anstalt bald zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Stadt
Luckau, der Gemeinde Duben und des Umlandes werden.

Justizministerin
Beate Blechinger (CDU)
Finanzminister Rainer Speer zeigte sich zufrieden, dass der Neubau der
Justizvollzugsanstalt im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen fertig gestellt
werden konnte. Der Neubau der JVA – der in gut zweijähriger Bauzeit
errichtet wurde – kostete insgesamt 53,8 Mill. Euro. Der beauftragte
Generalunternehmer hatte überwiegend Firmen aus der Region mit der
Ausführung des Projekts betraut. „Dies ist auch ein Beweis für die
Leistungsfähigkeit unserer einheimischen Betriebe“, so Speer.
Für den Personalrat versprach Kollege Bodo Schubert – zugleich Vorsitzender
des Ortsverbandes Luckau – dass sich die Bediensteten für die abstrichlose
Realisierung der ihnen übertragenen Aufgaben einsetzen werden.

Bodo Schubert, OV
Luckau, spricht für den Personalrat
Die neue JVA Luckau-Duben verfügt über insgesamt 333 Haftplätze, von denen
63 für weibliche Inhaftierte – als Ersatz für die Haftplätze in der alten
Anstalt in Luckau – vorgesehen sind. Durch den hohen baulichen und
technischen Sicherheitsstandard ist sie besonders für die Unterbringung von
männlichen Gefangenen mit langen Freiheitsstrafen oder gefährlichen
Persönlichkeitsstörungen geeignet. Die vorhandenen
Infrastruktureinrichtungen bieten gute Voraussetzungen dafür, das durch das
Strafvollzugsgesetz vorgegebene Vollzugsziel bei allen behandlungswilligen
Gefangenen zu erreichen und behandlungsunwillige Inhaftierte zu keiner
großen Gefahr werden zu lassen. Mit den Einrichtungen in Cottbus-Dissenchen
und Brandenburg a.d.H. sind nun auch bessere Möglichkeiten der
Differenzierung und räumliche Trennung des Klientels gegeben.
Der Landesvorsitzende des BSBD Brandenburg und Vorsitzende des
Hauptpersonalrates beim MdJ Brandenburg, Willi Köbke, konnte feststellen,
dass sich das Engagement des BSBD, der nicht unwesentlichen Anteil an der
damaligen Entscheidung für den Standort hatte, zu einem sichtbar guten
Ergebnis geführt hat. So sind dem nunmehr neu zu bildenden Ortsverband gute
Voraussetzungen gegeben, seine gewerkschaftlichen Aktivitäten darauf
auszurichten, dass bei aller Euphorie über das gute Arbeitsumfeld die
berechtigten Interessen der Bediensteten nicht untergehen. Dazu sei den
Mitgliedern viel Erfolg zu wünschen.
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