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Brandenburg a.d.H., 19. März 2004
Thema Solidarpakt
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
In der Ausgabe von dbb aktuell Nr. 11/2004 ist zu lesen:
dbb tarifunion warnt vor Etikettenschwindel mit dem „Solidarpakt“ (dbb) Die
dbb tarifunion hat einen Solidarpakt mit dem Land Bremen abgelehnt.
In einem Tarifgespräch auf Einladung des Senators für Finanzen der Freien
Hansestadt Bremen stellte der 2. Vorsitzende der dbb tarifunion Willi Russ
klar, dass das Solidarpaktprinzip eine speziell für die neuen Ländern
entwickelte Strategie sei. Eine Übertragung auf die alten Länder könne nicht
akzeptiert werden.
„Wir haben in Berlin, Sachsen-Anhalt und Brandenburg Solidarpakte
ausgehandelt und erarbeiten gerade in Mecklenburg-Vorpommern eine solche
Vereinbarung, weil wir überzeugt sind, dass dies ein geeigneter Weg ist,
absolute Sonderfälle aus der deutschen Wiedervereinigung zu lösen. Mit den
Solidarpakten in den neuen Ländern haben wir den Wunsch der Kollegen nach
Arbeitsplatzsicherheit mit den Anforderungen der öffentlichen Haushalte in
vernünftiger Weise in Einklang gebracht“, unterstrich Russ. Eine Übertragung
dieses Prinzips auf westdeutsche Bundesländer käme dagegen einem
Etikettenschwindel gleich. „Da sollen hausgemachte Finanzprobleme auf dem
Rücken der Beschäftigten gelöst werden. Bremen wäre nur ein Anfang. Bald
würden andere alte Länder folgen.“
Das Land Bremen will jetzt Zahlenmaterial bereitstellen, das die
Notwendigkeit einer speziellen Regelung belegen soll. Die dbb tarifunion
wird das Material kritisch prüfen und darüber mit dem Senat in Bremen im
Gespräch bleiben.
(02/11/04)
Es mutet schon sehr seltsam an, wenn die Führung der dbb tarifunion für die
westlichen Bundesländer das Prinzip von Sozial-Tarifverträge mit der
Begründung ablehnt, dass es Etikettenschwindel sei, weil somit nur
"hausgemachte Finanzprobleme auf dem Rücken der Beschäftigten gelöst werden
sollen."
Gerade dies trifft doch wohl auch für Brandenburg zu - zumindest war dies so
in verschiedenen Info-Veranstaltungen dargestellt! Die gleichen Leute hatten
aber keine Probleme, einen solchen Tarifvertrag in Brandenburg zu
unterschreiben! Dabei von einem absoluten Sonderfall zu sprechen und dies
auch noch damit zu begründen, dass es Wunsch der Kollegen nach
Arbeitsplatzsicherheit gewesen sei, ist wohl schon – gelinde gesagt – sehr
basisfern. Hat die dbb tarifunion die Betroffenen denn je gefragt – oder wo
sind solche Weisheiten hergeleitet?
Etikettenschwindel in Bremen - „Wohltat“ in Brandenburg
Wundert es, dass sich die Brandenburger Bediensteten verschaukelt fühlen?
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