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Schwerpunkt: die
anstehenden Gewerkschaftstage von dbb landesbund und BSBD-Landesverband
Frühjahrstagung des
Hauptausschusses des BSBD Brandenburg mit umfangreicher Tagesordnung
Am 20.03.2009 kam der Hauptausschuss des BSBD
Brandenburg zu seiner turnusmäßigen Frühjahrstagung in Brandenburg a.d.H.
zusammen. Auf Grund der Vielfalt der Probleme war ein umfangreiches Programm
zu absolvieren. Dies zwang dazu, sich in einigen Sachverhalten kurz zu
fassen. Dies ist letztendlich durch die konzentrierte Arbeit aller
Mitglieder gelungen, ohne das wichtige Sachverhalten untergingen.
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Hauptausschussarbeit ist
nicht immer nur trocken |
Der Hauptausschuss vor
der Baukulisse des Eingangsgebäudes der JVA Brandenburg |
So verteidigt ein
Schatzmeister die Finanzen |
In Sachen neue Dienstbekleidung wurde nochmals zum
aktuellen Stand diskutiert. Hierbei ist nunmehr mit der Bestellung und
Auslieferung angefangen in der JVA Cottbus-Dissenchen begonnen worden.
Kritisch ist zu bewerten, dass trotz nachdrücklicher Forderung eine
Neufassung der Dienstkleidungsordnung noch immer nicht vorgelegt ist.
Somit bleibt unklar, was denn überhaupt zur Grundausstattung gehört - der
Angebotskatalog allein dürfte wohl dem Anspruch an eine verbindliche Vorgabe
nicht erfüllen. Außerdem ist es dem BSBD wichtig, dass der
Systemwechsel - also weg von Tragezeiten, hin zur Bedarfsausrüstung nach
Erstausstattung - verbindlich ausgewiesen wird. Die Dringlichkeit hierfür
ist nochmals anzumahnen.
Zu den verschiedenen dienstrechtlichen Änderungsvorhaben
der Landesregierung war festzustellen, dass der Entwurf eines neuen
Landesbeamtengesetzes zwischenzeitlich dem Landtag zur Verabschiedung
vorliegt. Die neue Laufbahnverordnung befindet sich in der
Ressortabstimmung. Hier ist seitens des BSBD Brandenburg gefordert,
für den Justizvollzugsdienst in Anlehnung an den Polizeivollzugsdienst eine
eigenständige LVO einzufordern. Hinsichtlich der ebenfalls
notwendigen Besoldungsordnung ist durch die Landesregierung
vorgesehen, diese erst dann in Angriff zu nehmen, wenn ein Vergleich zu
anderen Bundesländern möglich ist. Der Grund dafür dürfte wohl allen klar
sein: Die Regelungen darin sollen sich an der Untergrenze aller Länder
orientieren - man kennt ja die Praxis in Brandenburg, den Landesbeamten
möglichst wenig zuzugestehen.
Die Entwürfe zur Arbeitszeitverordnung und
Erholungsurlaubs- und Dienstbefreiungsverordnung befinden sich
gleichfalls noch in der Ressortabstimmung. Hier ist positiv zu vermerken,
dass für die Beamten des Justizvollzuges zusammen mit denen der Polizei und
der Feuerwehr eine gesonderte AZV vorgesehen wird, die die besonderen
dienstlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen dieser Berufszweige
berücksichtigen sollen.
Zu den Ergebnissen des Tarifabschlusses sowie der
Besoldungsanpassung wurde gleichfalls diskutiert. Die Standpunkte des
Gremiums sind im gesonderten Beitrag angeführt
Zu der abgeschlossenen Beurteilungsrunde wurde durch
die anwesenden Gremiumsmitglieder bestätigt, dass die vom BSBD
kritisierte Quotenregelung durch die Beurteiler konsequente Anwendung
fand und sich die Masse der Bediensteten fehlerhaft beurteilt fühlt. Die
anwesenden Mitglieder des Hauptpersonalrates verwiesen darauf, dass die
Problematik Gegenstand einer Aussprache mit der Justizministerin war
und seitens des Abteilungsleiters III erklärt wurde, die Problematik mit den
zuständigen Bediensteten hinsichtlich des Bewertungsmaßstabes nochmals zu
erläutern. Im Ergebnis der recht regen Diskussion dazu wurde darauf
orientiert, im Vorfeld der nächsten Beurteilungsrunde nochmals hinsichtlich
der Vorgaben zu Quoten tätig zu werden.
Gleichfalls Unverständnis und Empörung - so die Mitglieder
des Hauptausschusses - hat die Festlegung des Aufstockungsbetrages für
die Sonderzahlung 2008 an die Landesbeamten hervorgerufen. Starke
Kritik rief hier die Reaktion und die Haltung des
dbb brandenburg
hervor, der in dieser Sache nicht die Interessen der Bediensteten vertreten,
sondern die Position der Landesregierung und insbesondere des
Finanzministers gestützt hat. Der Landesvorsitzende wurde beauftragt, den
Unmut der Kolleginnen und Kollegen über diese Handlungsweise in der
bevorstehenden Hauptvorstandssitzung des dbb brandenburg deutlich zu machen.
Unabhängig davon wurde beschlossen, die Beamten im Justizvollzug aufzurufen,
sich an den Petitionsausschuss des Landtages zu wenden und eine
Klärung auf politischer Ebene einzufordern. Gleichzeitig sollte zur Wahrung
eventueller Ansprüche Einspruch gegenüber der ZBB zu erklären. Der
Landesvorstand wurde beauftragt, kurzfristig eine Information für die
Bediensteten zu erstellen und Muster für die entsprechenden Anträge zu
erarbeiten.
In Vorbereitung auf den Gewerkschaftstag des
dbb brandenburg
im Juni 2009 wurden mögliche Anträge diskutiert. Da diesmal der
Gewerkschaftstag des BSBD Brandenburg im November 2009 stattfindet, kam das
Gremium überein, den Landesvorstand mit der Formulierung von Anträgen zu
beauftragen, die dann den Mitgliedern des Hauptausschusses rechtzeitig per
Mail zugesandt werden. Hinsichtlich von Abstimmungen im Hauptvorstand des
dbb brandenburg sind Regelungen einzufordern, die ähnlich wie das
Gruppenprinzip im Personalvertretungsrecht nur denjenigen
Mitgliedsgewerkschaften Stimmrecht zuspricht, die von dem Sachverhalt
betroffen sind.
Bezüglich der vorgegebenen Zahl stimmberechtigter
Delegierter war festzustellen, dass hier bezüglich der Abführungen des
Grundbeitrages eine fehlerhafte Angabe im Delegiertenschlüssel
enthalten ist. Der Landesschatzmeister, Christian Lemke, belegte
dies anhand der entsprechenden Unterlagen. Gemäß der Satzung des
dbb brandenburg ergibt sich
eine Zahl von sechs stimmberechtigten Delegierten ohne
Landesleitungsmitglied. Der Vorsitzende Willi
Köbke
wurde beauftragt, die Korrektur gegenüber der dbb-Landesleitung
einzufordern und die Kopien der entsprechenden Belege beizufügen. Es
wurde beschlossen, als stimmberechtigte Delegierte die Kollegen Willi
Köbke, Burghard Neumann, Günter Krebs, Christian Lemke und Manfred Kühne
sowie die Kollegin
Dörthe Hilbig zu benennen. Als Gastdelegierte wurden die Kollegin
Doreen Piontek und die Kollegen Peter Kassal, Bodo Schubert und Ulli
Hass benannt. Kollege
Rainer Krone
ist als Landesleitungsmitglied von Amtswegen delegiert.
Einstimmig wurde beschlossen, den 6. ordentlichen
Gewerkschaftstag des BSBD Brandenburg am 13. November 2009 in der
Aus- und Fortbildungsstätte des Landes in Königs Wusterhausen
durchzuführen. Die entsprechenden Vorbereitungsmaßnahmen wurden
durchgesprochen, der Organisationsplan den Vorsitzenden der Ortsverbände zur
Verfügung gestellt. Die Mitglieder des BSBD Brandenburg sind aufgerufen,
sofern der Ortsverband noch keine Beschlüsse zu den Delegierten gefasst hat,
ihre Bereitschaft zur Teilnahme beim Ortsverbandsvorstand anzuzeigen. Jedes
Mitglied ist außerdem aufgefordert, Anträge an den Gewerkschaftstag
beim Ortsvorstand einzureichen, damit dieser bis spätestens zum 16.
Oktober 2009 über deren Weiterleitung an die vorbereitende
Hauptausschusssitzung entscheiden kann.
Auch die weiteren Beratungsschwerpunkte wurden in der
möglichen Kürze vollständig abgehandelt, so dass sich die Mitglieder des
Hauptausschusses noch bei Tageslicht, wenn auch bei untergehender Sonne zu
einem Gruppenfoto versammeln konnten.
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