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Bündnis
90/Grüne
Aufgabenorientierte Personalausstattung ist für einen erfolgreichen
Resozialisierungsvollzug alternativlos!
Der BSBD-Landesvorsitzende Willi Köbke traf sich am
21. September 2011 auf dem Gelände der Landesregierung bei schönem
spätsommerlichen Wetter mit der rechtspolitischen Sprecherin der Fraktion
Bündnis 90/Grüne, Sabine Niels zu einem Gedankenaustausch über
den Justizvollzug des Landes.
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Sabine Niels (B90/Grüne) im Gespräch mit Willi Köbke (BSBD)
vor der Kantine der Landesregierung bei schönstem Spätsommerwetter |
Der Landesvorsitzende informierte die Abgeordnete über die
derzeitige Lage und bestehende Probleme in den Vollzugsanstalten.
Insbesondere wies er darauf hin, dass die erklärte Intensivierung von
Behandlungs- und Resozialisierungsmaßnahmen nicht realisierbar ist,
wenn die wenigen Standorte in dem großen Flächenland Brandenburg infrage
gestellt und beim vorhandenen Personal weitere Kürzungen angestrebt werden.
Schon jetzt ist es erheblich problematisch, den Dienstbetrieb zur
Sicherstellung der dienstlich erforderlichen Abläufe ohne größere Abstriche
aufrecht zu erhalten. Die Absicherung von Freizeitveranstaltungen und
anderen nicht zwingend rechtlich geforderten Maßnahmen ist sehr häufig nicht
mehr möglich.
Sabine Niels
konnte dies anhand persönlicher Erlebnisse als Mitglied des Beirates für die
JVA Frankfurt (Oder) in Bezug auf die Nutzung der in der JVA
vorhandenen Sportmöglichkeiten bestätigen. Sie versicherte dem
Landesvorsitzenden, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten als
Abgeordnete und rechtspolitische Sprecherin ihrer Fraktion für eine dem
höheren Resozialisierungsanspruch angemessene und den damit verbundenen
ausgeweiteten Belastungen des Personalbestandes aufgabengerechte
Personalausstattung einsetzen werde. Das, so Sabine Niels, ist
zwingendes Erfordernis für größere Erfolge bei der Minderung der Gefahr
erneuter Straffälligkeit.
Weiterhin brachte sie zum Ausdruck, dass sie und ihre
Fraktion die im BSBD-Entwurf zu Schwerpunkten eines Vollzugskonzepts
enthaltene Forderung nach Erhalt aller noch vorhandenen
Justizvollzugsanstalten an ihren jetzigen Standorten voll unterstützen.
Die immer wieder ins Gespräch gebrachte Schließung der JVA Frankfurt (Oder)
bewertet sie als widersinnig und kontraproduktiv, wenn die mit dem
vorgesehenen brandenburgischen Strafvollzugsgesetz angestrebten höheren
Resozialisierungsansprüchen erreicht werden sollen.
Landesvorsitzender Willi
Köbke stellt im Ergebnis des Gesprächs fest, dass mit der Fraktion
Bündnis 90/Grüne im Landtag Brandenburg ein weiterer engagierter
Ansprechpartner für die Probleme im Justizvollzug und den berechtigten
Forderungen des BSBD Brandenburg vorhanden ist, mit dem die
Fachgewerkschaft im Gespräch bleiben wird.
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