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CDU
Entscheidungen zur
Vollzugslandschaft sind erst zu treffen, wenn durch ein Vollzugskonzept
festgeschrieben wird, wie neuen gesellschaftlichen Voraussetzungen an einen
wirksamen Resozialisierungsvollzug entsprochen werden soll!
Am 20. September 2011
empfing der rechtspolitische Sprecher der Landtagsfraktion der CDU,
Danny Eichelbaum den Landesvorsitzenden des BSBD, Willi
Köbke, in seinem Büro im Landtag. Hauptschwerpunkt des
Gedankenaustausches waren die Vorhaben zu Änderungen im Justizvollzug des
Landes in Hinsicht auf eine Reduzierung der Haftplatzkapazitäten und
einer besseren Nutzung der vorhandenen Ressourcen für die Gestaltung
eines wirksameren Resozialisierungsvollzuges.
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Steeven Bretz (CDU),
Willi Köbke (BSBD), Danny Eichelbaum (CDU) v.l.n.r. |
Übereinstimmung bestand
darin, dass alle sechs vorhandenen Standorte in einem großen Flächenland
wie Brandenburg benötigt werden, wenn es die Landesregierung und die
Koalitionsparteien mit dem Resozialisierungsvollzug ernst meinen. Deshalb
unterstützt Danny Eichelbaum die Forderung des BSBD –
enthalten in der BSBD-Konzeption zu Schwerpunkten eines Vollzugskonzeptes -
alle noch vorhandenen Justizvollzugsanstalten zu erhalten und
Kapazitätsreduzierungen in den Anstalten vorzunehmen. Hierzu ist es als
Erstes erforderlich, die offizielle Ausweisung an Haftplatzkapazitäten an
der gesetzlichen Vorgabe der Ein-Mann-Unterbringung vorzunehmen. Dies hätte
zur Folge, dass statt der derzeitigen Ausweisung von 2 123 Haftplätzen, die
eine nicht geringe Zahl von Mehrfachhafträumen beinhaltet, realistisch nur
noch 1 858 Plätze zur Verfügung stehen. Durch differenzierte
Umgestaltung in den Vollzugsanstalten (Nutzung der Mehrfachhafträume im
Rahmen des Ausbaus der Wohngruppenunterbringung sowie der Ausweitung von
Therapie- und Behandlungsangeboten) und Nichtbelegung von Hafthäusern in den
südlichen Anstalten, die ca. 50 Prozent der vorhandenen Haftplätze im Land
aufweisen, wäre eine weitere Reduzierung möglich und zugleich eine
strategische Reserve vorhanden.
Bevor jedoch in dieser
Hinsicht Entscheidungen getroffen werden, ist es erforderlich, endlich das
schon seit längerem angekündigte Vollzugskonzept vorzulegen und in Kraft
zu setzen. Danny Eichelbaum informierte den Landesvorsitzenden,
dass die CDU-Fraktion einen Antrag an den Landtag eingereicht hat, der diese
Aspekte beinhaltet. Willi Köbke wies darauf hin, dass der
Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg (LINKE) ihm gegenüber bezüglich
medialer Spekulationen zu Anstaltsschließungen erklärt habe, in dieser
Hinsicht die gleiche Auffassung zu besitzen. Allerdings ist dem
Landesvorsitzenden auch mitgeteilt, dass in einer
Anstaltsleiterdienstbesprechung die Umwandlung der JVA Frankfurt (Oder)
in eine Zweiganstalt der JVA Cottbus-Dissenchen und deren spätere
Schließung verkündet wurde und der zuständige Abteilungsleiter III dies der
Belegschaft in Frankfurt (Oder) am 27. September 2011 mitteilen will. Dies
steht aus Sicht des CDU-Parlamentariers und des Landesvorsitzenden im
Widerspruch zur Aussage des Ministers, es gäbe noch keine diesbezügliche
Entscheidung. Zwischenzeitlich ist diese Dienstversammlung abgesetzt worden.
Weitere Probleme,
insbesondere in Hinsicht auf Personalausstattung und zu dienstrechtlichen
Sachverhalten, werden für die Diskussion im Arbeitskreis Innen und Recht der
CDU-Fraktion am 27.09.2011 vorgesehen.
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