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Gespräche mit Vertretern der
Landtagsfraktionen zur künftigen Gestaltung der Vollzugslandschaft
CDU
Am 13. Januar 2011 empfing
der rechtspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Danny Eichelbaum,
den Landesvorsitzenden Willi Köbke zum Gedankenaustausch über die
künftige Vollzugslandschaft im Land Brandenburg. Der Vorsitzende des
Rechtsausschusses, Sven Petke (CDU), war bei der Begrüßung anwesend
und brachte seine Erwartung zum Ausdruck, die Position des BSBD zum
Erfordernis einer Haftplatzreduzierung und Alternativen zu
Standortschließungen aufgezeigt zu bekommen.
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Sven Petke (CDU), Willi
Köbke (BSBD) und Danny Eichelbaum (CDU) vor dem Gespräch (v.l.n.r) Foto:
CDU |
Willi Köbke
stellte im Gespräch mit Danny Eichelbaum die Ergebnisse der Analysen
des BSBD zu den vorhandenen Kapazitäten und deren Auslastung sowie
auch die regionale Verteilung der Haftplätze dar. Zugleich wies er auf die
Notwendigkeit hin, dass neben den verschiedenen gesetzlichen Vorgaben in
Hinsicht auf Trennungsgebote auch regionale vollzugliche Erfordernisse in
Bezug auf die Landgerichtsbezirke zu beachten sind.
Daraus resultierend ist es
vertretbar, die vorhandene Haftplatzzahl im Süden des Landes durch
Stilllegung von Hafthäusern in der JVA Cottbus-Dissenchen und Luckau-Duben
auf knapp 1.900 Haftplätze insgesamt zu reduzieren und hierbei den
regionalen, sicherheitsrelevanten und vollzuglichen Erfordernissen
entsprechend alle vorhandenen Standorte zu erhalten.
Danny Eichelbaum
sicherte dem Landesvorsitzenden zu, dass die CDU die Vorschläge des
BSBD aufgreifen und über den Rechtsausschuss einbringen werde.
SPD
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Andreas Kuhnert (SPD)
verfolgt die Erläuterungen von Burghard Neumann und Willi Köbke (v.l.n.r.) |
Mit dem Wechsel des
bisherigen rechtspolitischen Sprechers Ralf Holzschuher an die
Fraktionsspitze der SPD wird dieses Amt nunmehr vom Abgeordneten
Andreas Kuhnert wahrgenommen. Der Landesvorsitzende Willi Köbke
und sein Stellvertreter Burghard Neumann nutzten den vereinbarten
Gesprächstermin am 19. Januar 2011, um ihn zur derzeitigen Lage im
Justizvollzug des Landes zu informieren und die Positionen des BSBD
Brandenburg zu der weiteren Gestaltung der Vollzugslandschaft und des
Vollzugsgeschehens im Land Brandenburg darzulegen.
In Hinsicht auf künftige
Haftplatzkapazitäten und deren regionale Verteilung wurde er mit den aus
Sicht des BSBD notwendigen und vertretbaren Konsequenzen
unterrichtet. Beide BSBD-Vertreter machten deutlich, dass die von ihnen
vorgetragenen Lösungsvorschläge sowohl im Interesse glaubhaften
Regierungshandelns liegen und den Sicherheitsbedürfnissen der Bürger und den
vollzuglichen Erfordernissen entsprechen.
Andreas Kuhnert
erklärte, er werde die Vortragungen gründlich prüfen und sich dann in den
entsprechenden Gremien zu dieser Problematik positionieren.
FDP
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Linda Teuteberg (FDP) nach dem Gespräch mit dem
Landesvorsitzenden des BSBD |
Am 1. Februar 2011 traf sich
der Landesvorsitzende Willi Köbke mit der rechtspolitischen
Sprecherin der FDP, Linda Teuteberg, im Landtag. Ausführlich
informierte Willi Köbke zu der derzeitigen Situation und Lage im
Strafvollzug des Landes und zeigte die dabei vorhandenen Probleme sowie die
Vorstellungen des BSBD zu deren Überwindung auf.
Neben den Positionen zur
künftigen Kapazität und regionaler Verteilung der Haftplätze, die auch in
den Gesprächen mit den anderen Fraktionen dargelegt wurden wies der
Landesvorsitzende auch auf die bedenkliche Personalausstattung und –
planung hin, die den gesetzlich vorgegebenen und immer wieder
propagierten Behandlungsvollzug zur Illusion machen. Übereinstimmung bestand
dahingehend, dass die Fortsetzung der Personalkürzungsvorhaben im
Strafvollzug den Erfordernissen intensiverer Behandlungsanstrengungen
widerspricht und letztlich selbst die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes
und die Sicherstellung der Grundaufgaben des Vollzugsalltages gefährden.
Linda Teuteberg
bedankte sich für die konkrete Darstellung der Lage im Strafvollzug und
sicherte zu, die Vorstellungen des BSBD in Bezug auf die weitere
Gestaltung der Vollzugslandschaft mit den parlamentarischen Möglichkeiten
der Opposition zu unterstützen.
LINKE und B90/Grüne
Die Gespräche mit Vertretern
dieser Fraktionen stehen noch aus, folgen aber noch im Monat Februar. Auch
hierbei wird es darum gehen, die Vorstellungen des BSBD Brandenburg
zur künftigen Vollzugslandschaft darzulegen und die Parlamentarier zu
überzeugen, die realistischen Vorhaben zu unterstützen.
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