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Gute Leute
(!) - Gutes Geld (?)
Die Tarifverhandlungen 2009 standen unter dem Motto: GENUG
GESPART - ÖFFENTLICHE DIENSTE SIND MEHR WERT. Als strategisches Ziel
waren eine Steigerung der Bezüge im Umfang von 8 Prozent vorgegeben und
damit eine Angleichung an die Vergütung der Beschäftigten in Bund und
Kommunen angestrebt. Das Ergebnis kennt jeder. Fakt ist, dass diese Ziele
entgegen so manchem euphorisch vorgetragenen Statement nicht erreicht
wurden, denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren erheblich
schlechter als zu Zeiten der Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen, so
dass unter den gegebenen Umständen realistisch betrachtet mehr nicht
erreichbar war. Als reales Ergebnis ergibt sich eine Gehaltserhöhung
für die Tarifbeschäftigten in den Ländern im Umfang von 3 bis 5 Prozent
über die Laufzeit des Tarifvertrages je nach Entgeltgruppe.
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BSBD-Tarifmann Manfred Kühne führt unsere Leute
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Kollegen aus Duben, Cottbus, Wriezen und Brandenburg in
Potsdam |
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Mit dem Landesvorsitzenden bei der Demo |
Von den vormals als Systemwechsel gefeierten Regelungen in §
18 TV-L, die leistungsorientierte Bezahlung (LOB), hat man sich
wieder verabschiedet - bedauerlich, denn dafür wurde in der Umgestaltung der
Vergütungsstruktur in 2006 Einiges geopfert wie z.B. Ortszuschlag,
Aufstiege, Zuschläge u.a. Mit der Einberechnung von 20 EUR in den
Sockelbetrag ist eine Gegenfinanzierung vorgenommen. Die
Arbeitgeberseite dürfte damit hochzufrieden sein, denn die zwingende
Vorhaltung des Betrages für die LOB und dessen vorgesehene jährliche
Steigerung bis auf 8 Prozent muss sie nun nicht mehr beunruhigen und hat
ihnen Verhandlungen zu einem regionalen Vertrag in dieser Hinsicht erspart.
Die anschließende Forderung nach wirkungsgleicher
Übertragung des Ergebnisses auf die Besoldung der Beamten war
zwar logisch, ließ aber unklar, wie die Kompensation im Beamtenbereich
aussehen soll. Im Land Brandenburg war außerdem aus der letzten Tarifrunde
noch ein Fehlbetrag von 1,4 Prozent offen, da statt 2,9 Prozent
Erhöhung nur 1,5 Prozent gewährt wurde.
Finanzminister Rainer Speer (SPD) hat am 24. März 2009
nach der Kabinettssitzung erklärt, die Landesregierung sehe vor, das
Ergebnis der Tarifverhandlungen mit einem um 20 EUR reduzierten Sockelbetrag
und einer halbierten Einmalzahlung für die Monate Januar und Februar 2009
als Besoldungserhöhung dem Landtag kurzfristig vorzulegen, damit das
entsprechende Gesetz noch vor der Landtagswahl im September verabschiedet
werden kann. Die Schließung der Lücke von 1,4 Prozent lehnte er jedoch ab.
Mit der Feststellung, dass diese Kürzung aus dem vergangenen Jahr
„kein Verfallsdatum“ habe, bleibt die Besoldung im Land Brandenburg
auf Dauer hinter der aller anderen Bundesländer zurück - ein aus
Sicht des BSBD Brandenburg unhaltbarer Zustand, der
insbesondere für die Nachwuchsgewinnung, die auch im Land Brandenburg
notwendig werden wird, problematisch werden kann.
Die Mitglieder des BSBD Brandenburg waren bei den
Protesten während der Tarifverhandlungen dabei, auch wenn es diesmal nicht
einfach war, zu den kurzfristig vorgesehenen Demos und Maßnahmen Teilnehmer
zu stellen. Deshalb allen Kolleginnen und Kollegen, die dafür ihre Freizeit
geopfert haben, hier nochmals ein besonderer Dank des Landesvorstandes.
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