Neuorganisation des OV
Frankfurt (Oder)
Offene
Mitgliederversammlung in der JVA Frankfurt (Oder) durch den Landesvorstand
einberufen – Ziel: Neuorganisation des Ortsverbandes
Der
geschäftsführende Vorstand des BSBD Brandenburg beschloß auf seiner
Tagung am 3. Dezember 2001, den bisherigen Vorstand des OV Frankfurt
(Oder) auf Grund der Nichterfüllung satzungsgemäßer Pflichten von
seinen Aufgaben zu entbinden und eine Ortsverbandsversammlung
einzuberufen, in der die dortigen Mitglieder zum Sachverhalt informiert
werden und eine Neuwahl des Ortsvorstandes vornehmen sollten.
Vorangegangen
waren Bemühungen des Landesvorstandes, in Besuchen vor Ort eine Klärung
zu Organisationsstruktur und verbandlicher Arbeit des Ortsverbandes zu
erreichen, da überhaupt keine Informationen mehr an den Landesvorstand
kamen. Dies scheiterte jedoch daran, daß trotz terminlicher Absprachen
kein Ansprechpartner des Ortsverbandes aufzufinden war.
In
nachfolgenden Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen der Dienststelle
wurde das fehlende gewerkschaftliche Wirken des Ortsverbandes beklagt.
Schließlich gelang es dem Landesvorsitzenden Willi Köbke und seinem
Vertreter Burghard Neumann, mit der Kollegin Heike Kolbe eine
Ansprechpartnerin für die Neuorganisation des Ortsverbandes zu finden.
Zum
5. April 2002 berief der geschäftsführende Vorstand zu 13.00 Uhr eine
offene Gewerkschaftsversammlung in der Kantine der JVA Frankfurt (Oder)
ein, um mit Mitgliedern und Bediensteten zur Situation, zu aktuellen
Problemen und zu speziellen Anliegen zu sprechen und im Ergebnis eine
Neuorganisation des Ortsverbandes zu erreichen.
Leider
war die Resonanz bei den noch vorhandenen Mitgliedern sowie den
nichtorganisierten Bediensteten gering und für den Landesvorstand enttäuschend.
Es ist sowohl für den Vorstand als auch für die Mitglieder des BSBD in
den anderen Ortsverbänden nicht nachvollziehbar, daß die Mehrheit der
Bediensteten in Frankfurt/O. über erhebliche Belastungen, über
Nichtbeachtung ihrer Probleme und fehlendem Einsatz für ihre spezifischen
Belange klagt, die gebotene Chance aber, dies den anwesenden
Vorstandsmitgliedern darzulegen und sich auch selbst einzubringen, nicht
wahrnimmt.
Kollegin
Heike Kolbe, die an diesem Tag durch den geschäftsführenden Vorstand des BSBD
Brandenburg offiziell mit der Wahrnahme der Aufgaben zur Neuorganisation
beauftragt wurde – und für ihre Bereitschaft dazu sei ihr an dieser
Stelle recht herzlich gedankt – braucht nicht nur die Unterstützung des
Landesvorstandes, sondern vor allem ihrer Kolleginnen und Kollegen in der
Anstalt selbst, um den Neuanfang erfolgreich gestalten zu können. Ein
Anfang ist getan – die Informationen des BSBD Brandenburg werden der
Belegschaft wieder zugänglich gemacht. Der Landesvorstand ruft hiermit
alle Beschäftigten der JVA Frankfurt (Oder) auf, Kollegin Kolbe in ihren
Anstrengungen und Bemühen aktiv zu unterstützen, denn so hilft sich jede
Kollegin und jeder Kollege selbst am besten – damit auch die Stimme aus
Frankfurt (Oder) im BSBD-Landesverband und im gewerkschaftlichen Einsatz
wieder vernommen wird.