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seit 01.04.2001

 

 

 

 

Neuorganisation des OV Frankfurt (Oder)

 

Offene Mitgliederversammlung in der JVA Frankfurt (Oder) durch den Landesvorstand einberufen – Ziel: Neuorganisation des Ortsverbandes

 

Der geschäftsführende Vorstand des BSBD Brandenburg beschloß auf seiner Tagung am 3. Dezember 2001, den bisherigen Vorstand des OV Frankfurt (Oder) auf Grund der Nichterfüllung satzungsgemäßer Pflichten von seinen Aufgaben zu entbinden und eine Ortsverbandsversammlung einzuberufen, in der die dortigen Mitglieder zum Sachverhalt informiert werden und eine Neuwahl des Ortsvorstandes vornehmen sollten.

 

Vorangegangen waren Bemühungen des Landesvorstandes, in Besuchen vor Ort eine Klärung zu Organisationsstruktur und verbandlicher Arbeit des Ortsverbandes zu erreichen, da überhaupt keine Informationen mehr an den Landesvorstand kamen. Dies scheiterte jedoch daran, daß trotz terminlicher Absprachen kein Ansprechpartner des Ortsverbandes aufzufinden war.

 

In nachfolgenden Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen der Dienststelle wurde das fehlende gewerkschaftliche Wirken des Ortsverbandes beklagt. Schließlich gelang es dem Landesvorsitzenden Willi Köbke und seinem Vertreter Burghard Neumann, mit der Kollegin Heike Kolbe eine Ansprechpartnerin für die Neuorganisation des Ortsverbandes zu finden.

 

Zum 5. April 2002 berief der geschäftsführende Vorstand zu 13.00 Uhr eine offene Gewerkschaftsversammlung in der Kantine der JVA Frankfurt (Oder) ein, um mit Mitgliedern und Bediensteten zur Situation, zu aktuellen Problemen und zu speziellen Anliegen zu sprechen und im Ergebnis eine Neuorganisation des Ortsverbandes zu erreichen.

 

Leider war die Resonanz bei den noch vorhandenen Mitgliedern sowie den nichtorganisierten Bediensteten gering und für den Landesvorstand enttäuschend. Es ist sowohl für den Vorstand als auch für die Mitglieder des BSBD in den anderen Ortsverbänden nicht nachvollziehbar, daß die Mehrheit der Bediensteten in Frankfurt/O. über erhebliche Belastungen, über Nichtbeachtung ihrer Probleme und fehlendem Einsatz für ihre spezifischen Belange klagt, die gebotene Chance aber, dies den anwesenden Vorstandsmitgliedern darzulegen und sich auch selbst einzubringen, nicht wahrnimmt. 

 

Kollegin Heike Kolbe, die an diesem Tag durch den geschäftsführenden Vorstand des BSBD Brandenburg offiziell mit der Wahrnahme der Aufgaben zur Neuorganisation beauftragt wurde – und für ihre Bereitschaft dazu sei ihr an dieser Stelle recht herzlich gedankt – braucht nicht nur die Unterstützung des Landesvorstandes, sondern vor allem ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Anstalt selbst, um den Neuanfang erfolgreich gestalten zu können. Ein Anfang ist getan – die Informationen des BSBD Brandenburg werden der Belegschaft wieder zugänglich gemacht. Der Landesvorstand ruft hiermit alle Beschäftigten der JVA Frankfurt (Oder) auf, Kollegin Kolbe in ihren Anstrengungen und Bemühen aktiv zu unterstützen, denn so hilft sich jede Kollegin und jeder Kollege selbst am besten – damit auch die Stimme aus Frankfurt (Oder) im BSBD-Landesverband und im gewerkschaftlichen Einsatz wieder vernommen wird.