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Ortsverband Brandenburg auf Stippvisite in der JVA Fuhlsbüttel

Für das Wochenende vom 04.-06. Oktober lud der Ortsverband seine Mitglieder zur dritten Rundfahrt ein. Ziel war diesmal die Freie und Hansestadt Hamburg, natürlich mit vollzuglichem Hintergrund – die JVA Fuhlsbüttel.

 

45 Kolleginnen und Kollegen traten am Morgen des 4. Oktober um 7.00 Uhr die Fahrt im Reisebus an. Mit größerer Verspätung sind wir gegen Mittag an der Anstalt II der JVA Fuhlsbüttel eingetroffen. Die Folge war eine Veränderung des ursprünglichen Zeit- und Ablaufplanes. Dank moderner Kommunikationsmittel war Kollege Nagel und seine Mitstreiter aus den Anstalten I, II und V noch während unserer Anreise das Umorganisieren möglich.

 

Nach dem gemeinsamen Mittag besichtigte je ein Drittel unserer Gruppe zeitgleich die genannten Anstalten.

 

Schon bei den theoretischen Einführungen in die Besonderheiten und Aufgaben der jeweiligen Anstalten wurde sehr anschaulich dargestellt, auch für Hamburg gilt: Vollzug ist nicht gleich Vollzug!

Vom Klientel her ähnlich belegt wie unsere Anstalt und von der Personalnot ebenso gedrückt hat der hanseatische Vollzug die damit einhergehenden Probleme auf eine auch für uns interessante Art und Weise in den Griff bekommen.

 

Mit dem Prinzip der weitestgehenden Öffnung nach Innen bei höchster Sicherheit nach Außen zeigte sich auch für Organisationsansätze.

 

Beim Rundgang durch die Anstalten selbst stellten sich die begleitenden Hamburger Kollegen geduldig unseren Fragen.

Schnell, eigentlich zu schnell, kam der Zeitpunkt wo es hieß Abschied zu nehmen. Einiges von dem was wir hier gesehen und gehört haben wird sicherlich bei künftigen Veränderungen in der JVA Brandenburg seinen Niederschlag finden.

 

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei den Hamburger Kollegen für die freundschaftliche Aufnahme, Begleitung und die vielseitigen Informationen bedanken. Wir hoffen in nächster Zukunft die Nordlichter auch bei uns einmal begrüßen zu dürfen.

 

Am späten Nachmittag trafen wir dann am Quartier, dem Hotel „Kronprinz“ ein. Jetzt hieß es Hamburg selbst zu entdecken. Neben der City, dem Hafen, einem Fußballspiel der 2. Liga gab es das volle Programm, natürlich mit Reeperbahn.

 

Am Sonntag ging's schon um 7.00 Uhr zum Fischmarkt. Eben das volle Programm. Um 10.00 Uhr dann weiter zur Stadtrundfahrt mit unserem Reisebus – Stadtführer inbegriffen. Hier stellten sich dankenswerter weise die Kollegin Astrid Götsche und der Kollege Klaus Neuenhüsges zur Verfügung.

 

Mit ihrer umfassenden Vorbereitung wurde diese Rundfahrt ein voller Erfolg. Als Stadtführer jedenfalls hätten sie ihr Examen bestanden.

Klaus Neuenhüsges, ja auch Tarifvertreter des BSBD-Bundesverbandes nutzte die Fahrt auch für Informationen zur anstehenden Tarifrunde 2003 und zum erwarteten harten Arbeitskampf.

 

Nach der Mittagspause hieß es Abschied nehmen von Hamburg.

Am späten Nachmittag schloss sich mit der Ankunft in Brandenburg der Kreis unserer dritten Rundfahrt. Fazit aller Mitreisenden – auch diese Tour war gelungen und macht gespannt auf das nächste Reiseziel.

 

Manfred Kühne

Ortsverbandsvorsitzende