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DJG - BSBD
Potsdam, 6.
Oktober 2011
Ministerpräsident
des Landes Brandenburg
Herrn Matthias Platzeck
Heinrich-Mann-Allee 107
14460 Potsdam
Offener Brief
Sehr geehrter Herr
Ministerpräsident,
den regionalen und
überregionalen Medien ist heute entnehmbar, dass das Bundeskabinett die
Anfang des Jahres 2006 in Kraft getretene Kürzung des „Weihnachtsgeldes“
(Sonderzahlung) mit Wirkung zum Beginn des Jahres 2012 wieder rückgängig
macht und damit sicherstellt, dass die Bundesbeamten diesen
Besoldungsbestandteil in der alten Höhe erhalten.
Diese Mitteilung ruft
natürlich erhebliche Diskussionen unter den Brandenburger Landesbeamten
hervor und es kommt die Frage auf, wie fürsorglich geht denn Ihre
Landesregierung mit seinen Beamten um.
Am 24.05.2011 haben Sie
als Ministerpräsident erklärt: „…angemessene Bezahlung für gute Arbeit
ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. … Denn wir dürfen nicht
vergessen: Ohne die Beamtinnen und Beamten und Angestellten ist unser
Gemeinwesen nicht lebensfähig. Mir ist es deshalb wichtig, die Attraktivität
des Öffentlichen Dienstes durch gute Arbeitsbedingungen und angemessene
Bezahlung zu erhalten. ..“
Schon zu diesem
Zeitpunkt war den Landesbeamten die Sonderzahlung nicht nur gekürzt, sondern
vollständig gestrichen worden. Es sind den Gewerkschaften und Verbänden im
Zusammenhang mit den Verhandlungen zur Besoldungsanpassung zwar Gespräche
auch über die Zukunft einer erneuten Sonderzahlung und der gekürzten
vorherigen Anpassung in Aussicht gestellt worden, an ein Aufleben des
sogenannten Weihnachtsgeldes glauben unsere Kolleginnen und Kollegen auf
Grund des bisherigen Handelns der Landesregierung nicht.
Die Mitglieder der DJG
und des BSBD stellen sich deshalb die Frage, wer denn fürsorglicher mit
seinen Beamten umgeht: die schwarz-gelbe Bundesregierung oder die rot-rote
Landesregierung?
Verbale Äußerungen
allein reichen unseren Kolleginnen und Kollegen nicht, sie erwarten von
Ihnen und Ihrem Kabinett konkretes Handeln.
Wir fordern Sie deshalb
auf: Nehmen sie die heute in den Medien deutschlandweit verbreitete
Entscheidung der Bundesregierung zum Anlass, eine neue Regelung für die
Sonderzahlung an die Landesbeamten auf den Weg zu bringen. Sie gewährleisten
damit auch die Gleichbehandlung mit den Tarifbeschäftigten in der
Landesverwaltung.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine
Wenzel Willi Köbke
Landesvorsitzende
Landesvorsitzender
DJG
Brandenburg BSBD Brandenburg
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