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Positionen und Forderungen zur Vollzugspolitik im Land Brandenburg
(beschlossen auf dem 6.
ordentlichen Gewerkschaftstag am 13.11.2009 in Königs Wusterhausen)
Der BSBD Brandenburg
hat auf seinem 6. ordentlichen Gewerkschaftstag in Königs Wusterhausen die
Situation und Lage im Strafvollzug des Landes analysiert und bewertet.
Festzustellen ist, dass sich
die wirtschaftlichen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen zur
Gestaltung eines wirksamen Behandlungsvollzuges in der Bundesrepublik stetig
verschlechtern.
Im Land Brandenburg sind
durch die Realisierung der wesentlichsten Teile des Bau- und
Investitionsprogramms für den Strafvollzug Voraussetzungen
geschaffen, einen modernen Behandlungsvollzug bei hohen Sicherheits- und
technischen Standards zu gestalten. Gleichwohl ist in Brandenburg der
Strafvollzug von den finanziellen und personellen Kürzungen erheblich
stärker als andere betroffen. Es besteht kaum Aussicht, dass sich die
erheblichen Investitionen in eine gute bau- und sicherheitstechnische
Ausstattung die angestrebten Wirkungen in Hinsicht auf die umfassende
Realisierung der Vollzugsziele erreichen. Schon jetzt ist mehr als deutlich
erkennbar, dass die aus Sicht des BSBD Brandenburg unzureichenden
Zielzahlen in der Personalausstattung für 2012 insbesondere im
allgemeinen Vollzugsdienst durch alters- und andere Abgänge erheblich
unterschritten werden. Der Altersdurchschnitt im Personalbestand steigt
ständig an, da Ausbildung seit einigen Jahren nicht stattfindet.
Der BSBD meint: Wer eine
Erhöhung der inneren Sicherheit nicht nur propagieren, sondern auch
tatsächlich realisieren will, kann und darf den Strafvollzug in keiner Weise
ausklammern. Gleichfalls fordert ein wirksam gestalteter Strafvollzug
bei Gleichgewichtung von Behandlungs- und Schutzaspekt den engagierten,
verantwortungsbewusst handelnden und hoch motivierten
Justizvollzugsbediensteten. Die an die Länder gegangene Kompetenz für die
Strafvollzugsgesetzgebung ist in Brandenburg für anspruchsvolle rechtliche
Regelungen genutzt worden, Konsequenzen in Hinsicht auf die Bereitstellung
des dafür erforderlichen Personals werden jedoch ignoriert und bleiben aus.
Der Dienstherr ist
dringender denn je gefordert, alle demotivierenden Maßnahmen abzuwenden und
motivationsfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine
verantwortungsbewusste Aufgabenerfüllung ermöglichen.
Der BSBD Brandenburg
fordert die Landesregierung in Potsdam auf:
| 1. |
Erarbeitung eines tragfähigen, verlässlichen und zukunftsfähigen
Vollzugskonzepts unter Einbeziehung aller Laufbahnen im
Justizvollzug
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| 2. |
Orientierung auf eine Haftplatzkapazität von 2.400 Haftplätzen an
den jetzigen Standorten |
| 3. |
Verlagerung des Standortes für den Jugendarrest nach Wriezen und
Nutzung der verwaltungsmäßigen, fachlichen und personellen Ressourcen
der dortigen Jugendstrafanstalt
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| 4. |
Korrektur der Zielzahlen für die Personalausstattung in den
Justizvollzugsanstalten entsprechend der tatsächlich zu erfüllenden
Aufgaben auf insgesamt 1176 Stellen, davon 835 für den
allgemeinen Vollzugsdienst
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| 5. |
Keine
weiteren Verschlechterungen in der beruflichen und sozialen Situation
der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und insbesondere im
Strafvollzug
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| 6. |
Sicherung eines qualifizierten Nachwuchses für alle Laufbahnen,
insbesondere für den allgemeinen Vollzugsdienst durch kontinuierliche
Ausbildung von 40 Anwärtern pro Jahr sowie Gewährleistung eines
Einstellungskorridores
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| 7. |
Schaffung einer gesonderten Laufbahnverordnung für den
Justizvollzugsdienst
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| 8. |
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mAVD/KrPflD: |
30 % Eingangsamt A 7 |
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WD: |
25 % Eingangsamt A 7 |
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35 % 1. Beförderungsamt A 8 |
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35 % 1. Beförderungsamt A 8 |
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35 % 2. Beförderungsamt A 9 |
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40 % 2. Beförderungsamt A 9 |
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| 9. |
Hebung des Eingangsamtes im
gehobenen Verwaltungsdienst und Sozialdienst nach A 10, im mittleren
Verwaltungsdienst des Strafvollzuges nach A 7
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10. |
Beibehaltung der besonderen
Altersgrenze im allgemeinen Vollzugsdienst, im Werkdienst und im
Krankenpflegedienst
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11. |
Sicherstellung einer kontinuierlichen und auf die aktuellen Schwerpunkte
orientierten Fortbildung der Bediensteten in allen
Justizvollzugsanstalten und für alle Dienste |
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