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Tarifverhandlungen 2009

 

Protestdemo und Kundgebung der Brandenburger Landesbediensteten am 12. Februar 2009. Vertreter des BSBD Brandenburg unter den mehr als 4000 Teilnehmern in Potsdam.

 

Nach der zweiten Verhandlungsrunde am 26. Januar 2009 mit den Arbeitgebern der Länder ist die Haltung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) so zusammenzufassen:

 

Null Bewegung, null Angebot, null Bereitschaft!

 

Die Verhandlungsdelegation der TdL mit dem Niedersächsischen Finanzministers Hartmut Möllring an der Spitze und seinem uns sehr bekannten brandenburgischen Pendant Rainer Speer im Gefolge verweigern berechtigte Ansprüche der Bediensteten des Landes in einer Art, die mit der Bezeichnung Ignoranten noch schmeichelhaft ist. Die von ihnen vorgetragenen Argumente sind so abgedroschen und ausgefranst wie die derzeitige Dienstbekleidung der Strafvollzugsbediensteten in den märkischen Vollzugsanstalten.

 

 

Deshalb hatten die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst zu einer gemeinsamen Aktion in Form einer Protestdemonstration mit anschließender Kundgebung in Potsdam aufgerufen. Über 4000 Landesbedienstete - darunter viele Beamte, die nicht vergessen hatten, dass die brandenburgische Landesregierung als einzigste der Länder die Übertragung des vormaligen Tarifergebnisses auf die Besoldung um faktisch die Hälfte gekürzt hatte - folgten dem Ruf. „Cool“ waren nur die Temperaturen, innerlich „kochten“ die Teilnehmer, denn was die öffentlichen Arbeitgeber in den Ländern und die Brandenburger im Besonderen den Landesbediensteten zumuten, ist mehr als unerträglich: Immer mehr Aufgaben für immer weniger Personal und dann noch Verweigerung einer adäquaten, den steigenden Lebenskosten angepasste Erhöhung der Bezüge.

 

So nicht mit uns, meine Damen und Herren Politiker!

 

Den „Platz an der Sonne“, den sie derzeit einnehmen, sichern ihnen die trotz aller Erschwernisse noch unermüdlich und korrekt arbeitenden Beschäftigten und Beamten der Landesverwaltung, für die sie scheinbar nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln übrig haben.

 

 

Vertreter aus den Ortsverbänden Brandenburg, Cottbus und Duben haben für den BSBD Brandenburg an diesem Aktionstag Flagge gezeigt, die Strafvollzugsbediensteten des Landes vertreten und der Kälte getrotzt. So wie es sich derzeit zeigt wird es aber erforderlich sein, weitere Aktionen zu veranstalten. Jeder ist hier gefragt, denn es geht um seine ureigensten Interessen, um sein Verdienst. Einsicht von den derzeit politischen Verantwortlichen dürfen wir nicht erwarten, wie schon bisher gerade in Sachen Strafvollzug immer wieder von ihnen demonstriert.

 

Deshalb fordert auch der BSBD Brandenburg:

 

  • lineare Erhöhung der Einkommen um 8 Prozent

  • mindestens einen Betrag von 200 Euro pro Monat

  • Übernahme der Ergebnisse im vollen Umfang für die Beamten

 

Keine Kompromisse, die uns erneut schlechter stellen als die Bundes- und Kommunalbediensteten sowie keine nochmalige Benachteiligung bei der Übernahme des Tarifergebnisses für die Besoldung im Vergleich zu den Beamten in den anderen Bundesländern!

 

 

Willi Köbke

Landesvorsitzender