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dbb legt
Reformmodell 21 vor
Der dbb
Gewerkschaftstag hat ein „Reformmodell 21“ beschlossen, mit dem sich der dbb
offensiv und kämpferisch in die öffentliche Diskussion um die Zukunft des
öffentlichen Dienstes einmischen will.
Zu den
entscheidenden Punkten des
Reformpapiers zählt die Modernisierung des Laufbahnrechts. Der dbb
will durch sein Konzept der Einstiegslaufbahn das starre
Laufbahngruppenprinzip ersetzen. Danach soll sich die berufliche Entwicklung
vorrangig an der tatsächlich ausgeübten Funktion und der individuellen
Leistung orientieren. Die Forderung nach lebenslanger Qualifikation und
Fortbildung wird durch den dbb Vorschlag systemgerecht umgesetzt.
Personalwirtschaftliche Anforderungen werden mehr als bisher erfüllt.
Konkret schlägt der dbb vor:
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Alle sich aus dem Laufbahngruppenprinzip
ergebenden Sperren werden aufgehoben. Vor- und Ausbildung bestimmen den
Einstieg, der weitere berufliche Weg ist ausschließlich von der fachlichen
Eignung, Befähigung und Leistung abhängig.
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Innerhalb des übertragenen
Arbeitsbereiches, der so genannten Funktionsebene, ist berufliches
Fortkommen im Rahmen von Leistungsstufen möglich. Die Einführung solcher
Leistungsstufen ermöglicht erstmals systematisch, die persönliche Leistung
zu honorieren, ohne dass ein Dienstpostenwechsel erforderlich ist.
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Weitere Qualifikationen und zusätzliche
Verantwortung öffnen den Weg zu einer Beförderung in die nächste
Funktionsebene. Das Aufrücken setzt einen nachweisbaren Aufgaben- oder
Verantwortungszuwachs voraus.
Konkrete
Vorschläge unterbreitet der dbb in seinem Reformmodell 21 auch zur Stärkung
der Beteiligungsrechte. Den Spitzenorganisationen der Beamten soll künftig
das Recht eingeräumt werden, echte Verhandlungen mit der Dienstherrenseite
zu führen und dem letztentscheidenden Parlament ihren Standpunkt
vorzutragen. Nur so wird das Parlament in die Lage versetzt, über
Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Regierungs- und dem
Gewerkschaftslager zu entscheiden. Außerdem müssen die Verhandlungen in
einem fest institutionalisierten und mit Publizität ausgestatteten Verfahren
ablaufen. Zu diesem Zweck schlägt der dbb in Bund und Ländern
Beamtenkommissionen vor, die paritätisch mit Vertretern der Regierung und
der gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen der Beamten besetzt werden.
Reformbedarf sieht der dbb auch bei der Fortbildung. Die ständige
Weiterentwicklung der Verwaltungsqualität erfordert eine
Fortbildungsoffensive, die im Übrigen auch im neuen Laufbahnrecht angelegt
ist, heißt es in dem Beschluss des dbb Gewerkschaftstages. Weitere
beamtenrechtliche Forderungen lauten Führungskultur optimieren!,
Entscheidungskompetenz stärken!, Arbeitszeit flexibilisieren!, Mobilität
fördern! und Versorgung sichern!
Eckpunkte
zur Arbeitnehmerpolitik im Reformmodell 21 sind neben der Erhaltung der
Tarifautonomie die Fortführung des Flächentarifvertrages und die
Vereinfachung des Tarifrechts. Für alle Bereiche des öffentlichen Dienstes
bekennt sich der dbb zu einer einheitlichen und transparenten
Bezahlungsstruktur. Auch im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes gelten
die Zielvorstellungen Arbeitszeit flexibel gestalten und Qualifizierung
ausbauen. Schließlich heißt es in dem Programm, dass Reformen im Bereich der
Gesundheits- und Rentenpolitik massiven Einfluss auch auf die Nettoeinkommen
und Beschäftigungsbedingungen der Angestellten und Arbeiter des öffentlichen
Dienstes haben. Verantwortliche Gewerkschaftspolitik müsse folglich die
Ziele der Sozial- und der Tarifpolitik ganzheitlich definieren.
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