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SPD-Landtagsfraktion
nimmt Gesetzentwurf zur Streichung des Weihnachtsgeldes von der Tagesordnung
der Dezembersitzung des Landtages
Nach einer aktuellen
ddp-Meldung ist in einer Fraktionssitzung der SPD beschlossen worden,
den Entwurf zur Änderung des Sonderzahlungsgesetzes – welcher die Streichung
des Weihnachtsgeldes für Beamte zum wesentlichen Inhalt hat – von der
Tagesordnung der Dezembersitzung des Landtages zu nehmen. Ursächlich dafür
ist, dass es mehrere Abgeordnete der SPD gibt, die diese
Gesetzesänderung in vorgelegter Form ablehnen, so dass die
erforderliche Mehrheit zur Verabschiedung des Gesetzes im Landtag in Gefahr
ist. Da Finanzminister Rainer Speer im Falle der Ablehnung mit dem
Rücktritt gedroht haben soll, sieht der Ministerpräsident und die
Fraktionsspitze der SPD vor, in Gesprächen mit den Gewerkschaften und
Verbänden nach möglichen Kompromisslösungen zu suchen. Sollten diese
gefunden werden, würde eine überarbeitete Vorlage im März 2007 erneut
dem Landtag vorgelegt werden.
Diese Entscheidung hat
in der CDU-Fraktion zu scharfer Kritik an den
Koalitionspartner geführt. Fraktionschef Thomas Lunacek hat erklärt,
dass die CDU nach anfänglichen Bedenken diese Entscheidung zur Streichung
der Sonderzahlung mitgetragen habe. Nunmehr müsse man zur Kenntnis nehmen,
dass die SPD vom Streichungskurs abweiche mit der Folge, dass für jeden
verstrichenen Monat im Jahr 2007 ohne neue Regelung anteilmäßig Ansprüche
auf ein Weihnachtsgeld im Jahr 2007 entstehen.
Es zeigt sich also, dass
die bisherigen gemeinsamen Aktionen der Gewerkschaften und Verbände
des öffentlichen Dienstes erste Wirkungen gezeigt haben. Noch ist
aber nichts erreicht, denn bisher hat die Landesregierung im Umgang mit den
vertraglichen Regelungen nicht gerade Vertrauenswürdigkeit unter Beweis
gestellt. Wenn der Ministerpräsident jetzt diese Problematik zur Chefsache
macht, kann man es nur begrüßen. Offen ist jedoch, wie der Koalitionspartner
CDU und auch der Finanzminister, der sich offensichtlich persönlich
betroffen fühlt, reagieren werden.
Der BSBD wird
deshalb gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften und Verbänden des
öffentlichen Dienstes weiter für den Erhalt des Weihnachtsgeldes
kämpfen.
Dazu benötigen wir
weiter die Unterstützung möglichst aller Bediensteten in den
Justizvollzugsanstalten des Landes und auch deren persönliches Engagement.
Es kann hier kein Abseitsstehen geben, denn letztlich geht es um die
eigene Zukunft und das eigene Geld.
Kämpfen lohnt sich doch –
wie die Demo am 22.11.2006 vor dem Landtag gezeigt hat – noch aber ist
dieser Kampf nicht zu Ende!
Willi Köbke
Landesvorsitzender
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