|
OV
Wriezen
Teamtage -
Störung des Dienstbetriebes oder Förderung des Betriebsklimas?
Einmal im Jahr - so ist es fast überall Tradition - trifft
sich die Belegschaft eines Betriebes oder einer Dienststelle, um gemeinsam
einen Tag zu verleben fernab vom alltäglichen Arbeitsstress. Diese als
Betriebsausflug bekannten Unternehmungen sollen neben dem gemeinsamen
Entspannen auch der Verbesserung des Betriebsklimas und des besseren
Kennenlernens dienen.
 |
 |
|
Beim gemeinsamen Abendessen in der Gaststätte des
Ferienobjektes „Windland“ |
Rast während einer Fahrradtour |
| |
|
 |
 |
|
Das Hauptfeld während der Fahrt zum Kap Arkona |
Sportspiele am Strand von Juliusruh |
| |
|
 |
 |
|
Kurze Ruhepause vor dem Grillabend |
Auf der Dampferrundfahrt |
| |
 |
|
Kaffeepause im Freien |
Schön, wenn man einfach alles abschließen kann und die
Behörde an diesem Tag nur auf Sparflamme arbeitet. Im Strafvollzug ist dies
allerdings schlecht möglich. Hier bedarf es doch schon einiger Organisation,
um einen abstrichlosen Dienstbetrieb zu gewährleisten.
Ortsverband und Personalrat bereiten deshalb in der JVA
Wriezen diese Tage akribisch vor, um möglichst allen Mitgliedern der
Belegschaft eine Teilnahme zu ermöglichen. Allerdings muss es immer in zwei
Schichten erfolgen, denn ein Notbetrieb ist im Strafvollzug nur wegen eines
Betriebsausfluges nicht angeraten.
Vor einigen Jahren kamen wir auf die Idee, diese für die
Beziehungen zwischen den Belegschaftsmitgliedern so wichtige Veranstaltung
so zu organisieren, dass durch Inanspruchnahme von Freizeit mindestens drei
gemeinsame Tage verbracht werden können. Dies ist logischerweise nur
möglich, wenn man das Wochenende dazu nutzt und die Teilnahmemöglichkeit an
einen der Durchgänge so organisiert, dass die Wochenendschichten
wechselseitig abgesichert werden. Außerdem schien es uns wichtig, die
Ehepartner einzubeziehen, was für einen Teil nicht so problematisch war, da
diese gleichfalls der Belegschaft angehören.
So war es möglich, nicht nur Orte der näheren Umgebung in
Wriezen aufzusuchen, sondern auch etwas weiter entfernte Zielobjekte
anzusteuern. Mit der Anreise am Donnerstag Nachmittag bzw. Abend und der
Abreise am Sonntag standen somit zwei volle Tage für gemeinsame
Unternehmungen zur Verfügung. Zur Verbesserung der Fitness wurden
Fahrradtouren in die Umgebung vorgesehen, um auch die Natur besser genießen
zu können und zugleich etwas für die Fitness zu tun.
Im Jahr 2005 gelang es, eine kostengünstige Unterkunft auf
der Insel Rügen im Ort Breege/Juliusruh zu finden, die auch in diesem Jahr
wieder genutzt wurde. Traditionsgemäß (und natürlich auch in Hinblick auf
die Kosten und die Nutzbarkeit außerhalb der Hauptsaison) ist der Monat Mai
auch in diesem Jahr für diese Veranstaltung, die als Teamtage ausgewiesen
werden, genutzt worden. Während die Teilnehmer des ersten Durchganges
„Kaiserwetter“ hatten und somit die Fahrräder uneingeschränkt nutzen
konnten, war diesmal der zweiten Durchgang feuchter, was aber den
Unternehmungsgeist und die Bewegungsfreude nur gering einschränkte, da es
auf Rügen durchaus auch attraktive Einrichtungen zur Besichtigung gibt.
Natürlich gehörten auch Sport am Strand von Juliusruh zum
Programm und ein gemeinsamer Grillabend, an dem man so manch lustige
Begebenheit und Erinnerung austauschen konnte.
Leider gibt es wie immer Mitarbeiter, die solche
Veranstaltungen meiden und dann versuchen, mit den abenteuerlichsten
Begründungen die von der überwiegenden Mehrheit der Belegschaft als positiv
für die Entwicklung des Betriebsklimas angesehene Veranstaltung zu Fall zu
bringen. Deshalb sehen wir es als hilfreich an, dass Anstaltsleiter
Wolf-Dietrich Voigt den Wert dieser Maßnahme für die Festigung der
Teambeziehungen in seiner Anstalt offensichtlich erkennt und schätzt und
dies auch durch seine Teilnahme an den Teamtagen dokumentiert. Sowohl
Ortsverband als auch Personalrat sind sich einig, diese Teamtage auch in
Zukunft anzustreben. Bleibt noch ein Dank an Familie Franz, die keine Mühe
scheuten, die Tage so gut organisatorisch vorzubereiten, dass sie allen
Teilnehmern auch in späteren Zeiten noch gut in Erinnerung bleiben.
Günter Krebs, Vorsitzender des Ortsverbandes
|