Ingrid Genz
mit dem „Verdienstkreuz am Bande“ des Verdienstordens der Bundesrepublik
geehrt
Am 05.12.2008 erhielt unsere Kollegin
Ingrid Genz aus der Hand von Bundespräsident Horst Köhler das
„Verdienstkreuz am Bande“ des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland. Hintergrund war der Welttag des Ehrenamtes, an dem 25 besonders
engagierte Mitbürger aus der ganzen Bundesrepublik durch das Staatsoberhaupt
geehrt wurden. Etwa eine Stunde dauerte die Zeremonie und sie war die
einzige Brandenburgerin.
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Ingrid Genz in ihrem
Dienstzimmer |
Die frisch gebackene „Ordensfrau“ Ingrid
Genz ist hauptberuflich als Sozialarbeiterin im offenen Vollzug der JVA
Brandenburg sehr engagiert tätig.
Nicht für ihre berufliche Tätigkeit im
Justizvollzug erhielt sie diese hohe Auszeichnung,
Justiz-vollzugsbedienstete finden ja allgemein in und mit ihrer Tätigkeit
weniger Anerkennung, sondern für ihre aufopferungsvolle ehrenamtliche
Tätigkeit. Der Orden wurde ihr auf Initiative der Justizvollzugsanstalt und
auf Vorschlag des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg verliehen.
Seit Jahren ist sie unermüdlich im Ehrenamt
für den Weißen Ring tätig, deren Außenstelle Havelland sie seit 1993 leitet.
In der Ordensbegründung ließt sich das wie folgt: „Selbstbewusst,
hartnäckig, zielstrebig und mit einer aufopferungsvollen Hingabe unterstützt
sie Menschen, die Opfer einer Straftat wurden.“
Den Spagat zwischen der Arbeit mit
Straftätern auf der einen Seite und Opfern von Straftaten auf der anderen
Seite meistert sie souverän und nach ihren Worten ohne Gewissenskonflikte.
Ingrid Genz formuliert das so: „Alles, was ich hier für die Täter mache, das
tue ich auch für die Opfer.“ Dienst und Ehrenamt sind da nach ihrer
Erfahrung oft sogar eine Hilfe für die jeweilige Arbeit.
Damit nicht genug, zeigt sie sehr viel
persönlichen Einsatz für geistig behinderte Schüler. Sie hat den
Förderverein „Spektrum“ der Schule für geistig behinderte Kinder in Rathenow
gegründet und anfangs auch als Vorsitzende geleitet. Hier ist ihr Anliegen
die wirksame Lebenshilfe für diese Kinder.
Trotz der hohen Ehrung ist Kollegin Genz so
geblieben, wie wir sie kennen. Von den Mitarbeitern der JVA Brandenburg hoch
geachtet, von den Gefangenen respektiert und akzeptiert, hat sie für alle,
die ihre Rat suchen, ein offenes Ohr und steht ihnen mit ihrem ganzen
Sachverstand hilfreich zur Seite.
Nach dem Medienrummel mit Pressemitteilung
der Staatskanzlei und vielen Interviews bei den Medien möchten wir aus der
gewerkschaftlichen Heimat des BSBD auch in dieser Form die herzlichsten
Glückwünsche zur Verleihung der hohen Ehrung aussprechen. Wir wünschen
beruflich, privat und in der ehrenamtlichen Tätigkeit weiterhin viel Erfolg
und Bestätigung.
Kollegin Genz, wir sind stolz darauf, Dich
in unseren Reihen zu wissen.
Für den Ortsverband Brandenburg
Manfred Kühne
Vorsitzender
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