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Wir sehen
Schwarz für
ROT – ROT
!
Zum angekündigten und schon
beschlossenen Stellen- und Sozialabbau durch die rot-rote Landesregierung
gab es am
12.06.2010
in Velten eine weitere Protestaktion der Gewerkschaften und Verbände im
öffentlichen Dienst. Gezielt wird so durch die Interessenvertreter der
Landesbediensteten ein „heißen Herbst“ für die politisch Verantwortlichen
vorbereitet. Einmal mehr wurde damit deutlich, dass sich die Beschäftigten
des öffentlichen Dienstes nicht alles gefallen lassen werden, was die
rot-rote Landesregierung als Sparmaßnahmen ankündigt. Der Widerstand nimmt
hierbei vielfältige Formen an.
GdP, GEW und
Mitgliedsgewerkschaften des dbb riefen an diesem Samstag zu einer
gemeinsamen Protestveranstaltung anlässlich des Landesparteitags der SPD
in Velten auf.
Um 8.00 Uhr trafen sich
Vertreter der Gewerkschaften in Velten vor der Ofen-Stadt-Halle und
bereitetet den Delegierten einen stürmischen Empfang. Unter ihnen auch
Mitglieder des BSBD.
Die ankommenden Autos wurden
mit Plakaten gestoppt und den Delegierten wurden Forderungspapiere
übergeben.
Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzender Matthias Platzeck, der
Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Walter Steinmeier und weitere
Delegierte der Landes-SPD stiegen aus ihren Autos und stellten sich den
Unmutsäußerungen der anwesenden Gewerkschafter.
Auf dem Parteitag unter dem
Motto „Gemeinsinn und Erneuerung“ war dann aber alles zuvor
Gehörte und Gesagte vergessen und die Forderungen der Landesbediensteten
kein Thema mehr. Man feierte sich lieber selbst und die bisherige 20jährige
Machthabe in Brandenburg.
Auch die Erkenntnis, dass
Brandenburgs wichtigste und verlässlichste Leistungsträger – nämlich die
Landesbediensteten - in den zwei vergangenen Jahrzehnten diejenigen waren,
die am meisten bluten mussten, wird nicht vor weiteren Kürzungs- und
Einsparungsplänen der nunmehrigen rot-roten Regierungskoalition schützen.
So gibt es z.B. bei der
Polizei insgesamt 8900 Stellen, von denen der Innenminister bis 2020 rund
1900 streichen will. Auch für den Strafvollzug ist bis 2014 ein
weiteres Abschmelzen um mehr als 160 auf dann noch 993 Stellen
festgeschrieben. Das passt dann gar nicht mehr zum Slogan: Leistung muss
sich wieder lohnen!
In seiner Abendsendung
resümierte dann das rbb-Fernsehen die Ereignisse wie folgt:
„Der
Spardruck wächst! Vor der Halle demonstrierten Gewerkschaften gegen
Kürzungen. Nur ein Vorgeschmack dessen, was bei neuen Reformen droht!“
Der BSBD Brandenburg
ist sich mit den anderen Gewerkschaften und Verbände einig:
Wir werden mit noch mehr Teilnehmern in nachfolgenden
Aktionen den Druck auf Rot-Rot hinsichtlich der erklärten drastischen
Einsparungen und Kürzungen weiter erhöhen!
Dörthe Kleemann
stellv. Landesvorsitzende
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