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Bericht
zum 4. ordentlichen Vertretertag in Cottbus
Der
Landesverband Brandenburg des Bundes der Strafvollzugsbediensteten ( BSBD
) gestaltete am 22.09.2001 in Cottbus seinen 4. ordentlichen Vertretertag.
Im Vorfeld des Vertretertages tagte am 21.09.2001 der
Hauptausschuss des Landesverbandes. Er konnte zu seiner Beratung den
Minister für Justiz und Europaangelegenheiten
Herrn Prof. Dr. Kurt Schelter in Begleitung des neuen Abteilungsleiters
Strafvollzug Herrn Ministerialrat Manfred Koldehoff begrüßen. In einer
sehr offenen Atmosphäre wurden die aktuellen Fragen des Strafvollzuges im
Land Brandenburg erörtert und durch den Minister ein Ausblick auf die nähere
Zukunft gegeben. Durch den Landesvorsitzenden Kollegen Willi Köbke wurde
wiederholt das Problem der über lange Jahre ignorierten Notwendigkeit der
Kontinuität in der Ausbildung für den Justizvollzug zur Sprache
gebracht. Die insbesondere durch die Begehrlichkeiten des AVO sehr enge
Personalausstattung des Justizvollzuges lässt hier aktuell noch keine
wirkliche Besserung an der Situation des Vollzuges erkennen.
Der
Vertretertag selbst konnte wieder über eine erfolgreiche Etappe der
Gewerkschaftsarbeit im Strafvollzug Bilanz
ziehen und die Ziele und Positionen der weiteren Arbeit beschließen.
Durch die gerade erfolgte Inbetriebnahme der JVA Neuruppin-Wulkow und die
in Kürze bevorstehende Inbetriebnahme der JVA Cottbus-Dissenchen sind
auch vermehrte Anstrengungen in der gewerkschaftlichen Arbeit des
Landesverbandes zu unternehmen. Die Delegierten konnten dem geschäftsführenden
Vorstand ihre Entlastung erteilen und wählten im Anschluss den neuen
geschäftsführenden Vorstand. Zum Landesvorsitzenden wurde mit 80 von 83
möglichen Stimmen Kollege Willi Köbke (Ortsverband Wriezen) wiedergewählt.
Zu stellvertretenden Landesvorsitzenden wurden die Kollegen Burghard
Neumann (Ortsverband Brandenburg a.d.H.), Jürgen Rades (Ortsverband
Spremberg) und Kollege Peter
Kassal (Ortsverband Cottbus) gewählt. Ebenfalls zum stellvertretenden
Landesvorsitzenden und Schatzmeister wurde Kollege Christian Lemke
(Ortsverband Brandenburg a.d.H.) gewählt.
Im
weiteren Verlauf des Vertretertages wurden mehrere Beschlüsse, unter
anderem auch zu Satzungsänderungen, gefasst. So wird der BSBD künftig
auch seine Bedeutung als die profilbestimmende Gewerkschaft Strafvollzug
durch die Änderung des Namens Vertretertag in Gewerkschaftstag
unterstreichen. Wesentliche Beschlüsse befassen sich mit der sach- und
aufgabengerechten Personalausstattung des Justizvollzuges und der
Beendigung der Diskriminierung der Angehörigen des Justizvollzuges gegenüber
den Angehörigen des Polizeivollzuges.
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Ein
wesentliches Anliegen künftiger Arbeit ist auch die Versorgung der
Kolleginnen und Kollegen nach Erreichen der Pensionsgrenze. Hier müssen
sich alle Politiker darüber im Klaren sein, dass die Gruppe der
Strafvollzugsbeamten – namentlich der allgemeine Vollzugsdienst – mit
erheblicher Ungleichbehandlung wird kämpfen müssen. Der allgemeine
Justizvollzug wird wohl die einzige Berufsgruppe im Land und in der
Republik sein, der die volle Altersversorgung nie erreichen wird. Es gibt
einfach keinen lebenserfahrenen jungen Menschen, der meist erheblich über
20 Jahre alt ist, sich zu einem Sozialhilfesatz ausbilden lässt, anschließend
bis zur besonderen Altersgrenze von 60 Jahren und nach glücklichem
Erreichen der Beförderung nach A 8 im 15. Dienstjahr einen schweren
Dienst verrichtet und dann auch noch 40 Dienstjahre erreicht haben müsste,
um dankbar in den Ruhestand gehen zu können.
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Gustav Adolf Stange |
Barbara Richstein |
Zur öffentlichen
Veranstaltung des Vertretertages konnten der Justizstaatssekretär,
Herr Gustav Adolf Stange, die Vorsitzende des Rechtsausschusses des
Landtages, Frau Barbara Richstein (CDU), das Mitglied des
Bundestages, Herr Jürgen Türk (FDP), Frau MdL Heidemarie Konzack
(SPD) und Herr MdL Stephan Ludwig (PDS) begrüßt werden. |
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Jürgen Türk |
Heidemarie Konzack |
In ihren Ausführungen
machten die Vertreter der Politik deutlich, wie wichtig es ist,
einen verlässlichen aber auch kritischen Partner in bezug auf die
Vertretung der Beschäftigteninteressen zur Seite zu haben und
sprachen ihren Dank für die konstruktive Zusammenarbeit aus.
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Stephan Ludwig |
Anton Bachl |
Für den
Bundesvorstand des BSBD überbrachte Kollege Anton Bachl die Grüße
und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass der BSBD Brandenburg
weiterhin als Konstante im gewerkschaftlichen Kampf für die
Interessenwahrnahme der Justizvollzugsbediensteten zur Verfügung
steht. Kritische Wort von ihm vor allem auch zu dem Problem, altes
politisches Fehlverhalten aus dem Westen nicht im Osten noch einmal
zu wiederholen. |
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Klaus Jäckel |
Der Partnerverband
Nordrhein-Westfalen wurde durch Kollegen Klaus Jäckel vertreten und
er resümierte zu 10 Jahren erfolgreicher gewerkschaftlicher
Aufbauarbeit in Brandenburg, dass ein geachteter und starker
Landesverband in Brandenburg entstanden ist. |
Eine
amüsante Abendveranstaltung mit Kabarett und Tanzmusik beendete den
Vertretertag für die über 80 Delegierten und ihre Gäste.
weitere
Bilder:
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