Nachfolgendes Schreiben diente als
Muster zur Geltendmachung der Ansprüche. Die Beantragungsfrist lief zum
31.12.2001 aus.
Absender
und Datum
Ministerium
der Justiz
und
für Europaangelegenheiten
des
Landes Brandenburg
Heinrich-Mann-Allee
107
14460
Potsdam
Ausgleich
erbrachter Mehrarbeitszeit bis zum Inkrafttreten der Arbeitszeitverordnung für
Beamte des Landes Brandenburg
Hiermit
beantrage ich den finanziellen Ausgleich erbrachter Mehrarbeit für den Zeitraum
vom 01.01.1997 bis zum 30.11.1997 in einem Gesamtumfang von 72 Stunden (1,5
Stunden/ Woche) .
Begründung:
Unter
Bezug auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.12.2000 zur regelmäßigen
wöchentlichen Arbeitszeit für Bundesbeamte im Beitrittsgebiet ist die auf
Grundlage des Einigungsvertrages getroffene Übergangsregelung auch für
Landesbeamte im Beitrittsgebiet am 30.09.1992 außer Kraft getreten.
Das
Landesbeamtengesetz des Landes Brandenburg vom 24.12.1992 weist hinsichtlich der
Arbeitszeit in § 38 Abs. 1 lediglich die Ermächtigung der Landesregierung zur
Regelung der Arbeitszeit durch Rechtsverordnung aus. Dies ist mit der
Arbeitszeitverordnung für die Beamten des Landes Brandenburg erst mit Wirkung
zum 03.12.1997 erfolgt. Somit galt auch für mich seit meiner Ernennung bis zum
30.11.1997 die Arbeitszeitverordnung des Bundes, die eine Wochenarbeitszeit von
38,5 Stunden vorgibt. Daraus resultiert, dass ich in dem oben benannten
Anspruchszeitraum eine Mehrarbeit von insgesamt 72 Stunden erbracht habe, deren
finanziellen Ausgleich ich auf der Grundlage der Verordnung über die Gewährung
von Mehrarbeitsvergütung für Beamte hiermit beantrage.
Vorsorglich
weise ich auf schadenersatzrechtliche Aspekte sowie Wertersatz aus
ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 BGB) hin.
Unterschrift