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Brandenburg a.d.H., 24. Oktober 2001

An den

Ministerpräsidenten

des Landes Brandenburg

Herrn Dr. Manfred Stolpe

Heinrich-Mann-Allee 107

14460 Potsdam

 

Positionen des BSBD Brandenburg zur Vollzugspolitik und beamtenrechtliche und tarifliche Forderungen an die Landesregierung in Brandenburg

Beschluß des 4. ordentlicher Vertretertages des BSBD Brandenburg vom 22.09.2001

Anlage:       Positionspapier, Beschluß des Bundeshauptvorstandes des BSBD von 28.09.2001

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

gemäß Beschluss unseres 4. ordentlichen Vertretertages (künftig Gewerkschaftstag) vom 22.09.2001 in Cottbus übersende ich Ihnen in der Anlage die von den Delegierten einstimmig beschlossenen Positionen und Forderungen zur Vollzugs- und Personalpolitik an die Landesregierung.

Ergänzen möchte ich diese durch die beamten- und besoldungsrechtlichen Forderungen unseres Bundesverbandes.

Der BSBD Brandenburg erkennt hoch an, dass trotz schwieriger Finanzlage das Kabinett für die Haushaltsplanungen 2002/2003 keine Abstriche am Bau- und Investitionsprogramm für die Justizvollzugsanstalten vorgesehen hat. Insofern sehen wir den erklärten Politikschwerpunkt Sicherheit im Sachkostenbereich berücksichtigt. Dies sollte sich auch deutlich in der Personalpolitik fortsetzen.

Insbesondere unter dem Eindruck der Ereignisse vom 11. September 2001 und den daraus abgeleiteten Maßnahmen hinsichtlich der Erhöhung der inneren Sicherheit muss der Strafvollzug als deren untrennbarer Bestandteil stärkere Beachtung auch in personeller Hinsicht finden.

Der BSBD Brandenburg ist der Auffassung, dass die Landesregierung unter Ihrer Leitung gefordert ist, sich für die Realisierung unserer berechtigten Anliegen – soweit sie dafür Regelkompetenz hat – einzusetzen und erwartet hierzu konkrete Ergebnisse, die den erforderlichen politischen Willen unter Beweis stellen.

Hinsichtlich der übergreifenden Probleme sehen wir die Landesregierung in der Pflicht, sich für die von uns dringend angemahnten Problemlösungen durch entsprechenden Einsatz im Rahmen des Bundesrates und der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder einzubringen.

In diesem Sinne, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, bitten wir Sie um Ihren ganz persönlichen Einsatz für die Interessen und Belange des Strafvollzuges und der in den Vollzugsanstalten tätigen Bediensteten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Willi Köbke

Landesvorsitzender