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dbb
beamtenbund und
tarifunion
informiert
dbb kritisiert verzögerte
Besoldungsanpassung und Öffnungsklauseln - Beteiligungsgespräch beim
Bundesinnenminister
Während einer Anhörung im
Bundesinnenministerium am 6. Mai 2003 in Berlin haben die Vertreter des dbb
beamtenbund und tarifunion gegenüber Otto Schily ihre Ablehnung einer
verzögerten Anpassung von Dienst- und Versorgungsbezügen bekräftigt.
Die Verschiebung der Anpassung an das Tarifergebnis für den öffentlichen
Dienst um drei Monate ist nicht nachvollziehbar und ungerecht, erläuterte
Erhard Geyer, der dbb Bundesvorsitzende dem Innenminister. Geyer weiter:
„Dieses Spiel wiederholt sich doch seit Jahren. In der Summe aller
Verschiebungen seit 1993 hinken die Beamten der unteren Einkommensgruppen
inzwischen eineinhalb Jahre, Beamte der höheren Besoldung über zwei Jahre
hinter den tariflichen Einkommenssteigerungen hinterher.“
Langfristig weitaus kritischer zu
bewerten als die verzögerte Besoldungsanpassung ist die positive
Stellungnahme der Bundesregierung zur Bundesratsinitiative über
Öffnungsklauseln im bundeseinheitlichen Bezahlungssystem. Geyer: „Das ist
nicht die behauptete ‚Modernisierung oder Weiterentwicklung’ der Besoldung,
sondern ein perspektivloser Irrweg. Durch die beabsichtigte Öffnung werden
die finanzschwachen Länder in offener Konkurrenz auf Dauer nicht bestehen.
Bereits nach kurzer Zeit wird ein personelles Ausbluten zugunsten der
reichen Bundesländer oder des Bundes einsetzen. Sachargumente für die
Öffnung, für die Zerschlagung der bundeseinheitlichen Besoldung können
bisher weder der Bund noch die Länder anführen.“ |