|
Pressemitteilung
Potsdam, 16.
März 2009
Sollen Brandenburger Beamte
wieder bluten?
Der BSBD, die DJG, die dvg und
auch die anderen Fachgewerkschaften des Deutschen Beamtenbundes (siehe
Pressemitteilung der Deutschen Polizeigewerkschaft vom 15.03.2009) fordern
den Ministerpräsidenten auf, Farbe zu bekennen und sich aktiv dafür
einzubringen, dass das Kabinett dem Gesetzgeber für die Plenartagung im
April einen Gesetzentwurf zur Besoldungserhöhung zuleitet, der dem
Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich folgt.
Während die
Landesregierungen der anderen Bundesländern bereits konkrete Vorstellungen
zur notwendigen Besoldungserhöhung für die Beamten ihres Landes im Kabinett
behandelt haben und die erforderlichen Schritte für die Einbringung des
Gesetzes ins Parlament vorbereiten, hüllen sich Ministerpräsident Platzeck
und Finanzminister Speer auch nach der Kabinettsitzung vom 10.03.09 in
tiefes Schweigen.
Warum, so
fragen sich jetzt die Beamtinnen und Beamten, reagieren Ministerpräsident
Matthias Platzeck (SPD) und Finanzminister Rainer Speer (SPD) auf
die berechtigten Forderungen der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst
nicht? Will man - wie schon 2008 - den Beamten wieder nur die Hälfte dessen
zugestehen, was die Tarifbeschäftigten erhalten?
Da passt es,
wenn man hört, dass es Vorstellungen im Kabinett gibt, die Problematik auf
den Zeitraum nach den Wahlen zu verlegen. Dies macht man nur, wenn man die
beamteten Kolleginnen und Kollegen in der Landesverwaltung wiederholt
schlechter stellen will als die Beschäftigten im eigenen Land und auch
gegenüber den Bediensteten in den anderen - insbesondere neuen -
Bundesländern.
Um zu
verhindern, dass die Beamtinnen und Beamten dies in ihrer
Wahlentscheidung im September 2009 berücksichtigen, ist die
Landesregierung gut beraten, wenn sie unverzüglich das Tarifergebnis 1:1 im
Besoldungsbereich umsetzt. Eine weitere Verhandlung mit den Vertretern der
Gewerkschaften über die Anpassungen in der Besoldung ist nicht notwendig, es
sei denn, die Landesregierung unterbreitet ein "besseres Angebot" als den
erzielten Tarifabschluss. Von der letzten Tariferhöhung fehlen den Beamten
noch 1,4 Prozent!
|
Willi Köbke
BSBD Brandenburg |
Sabine Wenzel
DJG Brandenburg |
Marietta Werkes
DVG Berlin-Brandenburg |
|