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Justizminister Dr. Volkmar
Schöneburg:
Spekulationen über Schließungen von Justizvollzugsanstalten entbehren
jeglicher Grundlage!
Am 2. und 3. September geisterte durch die Medien, dass auf
Grund der Belegungssituation in den Brandenburger Vollzugsanstalten die
Schließung einer JVA – und hierbei ganz konkret die JVA Luckau-Duben –
vorgesehen sei. Die Berichterstattung hatte den Anschein, seriös zu sein und
bewirkte natürlich erhebliche Verunsicherung bei den Bediensteten nicht nur
in der betroffenen Dienststelle, sondern auch darüber hinaus. Man weiß ja
nicht, wann die nächste JVA „von den Medien geschlossen wird.“
Bedenklich ist jedoch, dass der Fraktionschef der
Landtags-SPD, Ralf Holzschuher, den Spekulationen Vorschub leistete,
in dem er auf der Landtagssitzung am 31.08.2011 in der ersten Lesung zum
Haushalt erklärte: „Wir werden uns auch die Justizvollzugsanstalten
ansehen und auch da sollten wir darüber nachdenken, ob nicht auch eine
Anstalt geschlossen werden kann.“
Und Thomas Kralinski, Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion schob in der Sendung Brandenburg Aktuell am 02.09.2011
nach: „Es ist insgesamt sinnvoller, lieber eine (Vollzugsanstalt) zu
schließen, als überall die Kapazitäten ein bisschen nach unten zu fahren.“
Nun ist es ja kein großes Geheimnis mehr, dass die
Bestrebungen der Landes-SPD dahin gehen, auf Biegen und Brechen eine JVA zu
schließen und offenbar ist da auch der Ursprung zu suchen, dieses Mal die
JVA Luckau-Duben (nach Frankfurt/O., Wulkow und Wriezen mal was Neues) ins
Gespräch zu bringen.
Da dies aber von dem Koalitionspartner der LINKEN kam, war es
für mich als Landesvorsitzender Anlass, den Minister heute um ein
dringendes Gespräch in dieser Sache zu bitten, welches dann am späten
Nachmittag stattfand.
Dr. Schöneburg
erklärte hierbei unmissverständlich, dass überhaupt noch keine
Entscheidungen zur zukünftigen Vollzugslandschaft getroffen seien. Dies
könne nur im Zusammenhang mit dem noch nicht beschlussreifen
Vollzugskonzept erfolgen. Hierbei ist sein Ziel, die
Vollzugsanstalten auf die höheren Anforderungen eines wirksameren
Behandlungsvollzuges durch Umstrukturierung in den vorhandenen Dienststellen
vorzubereiten und wenn für die Umsetzung seiner Vorstellungen sechs
Justizvollzugsanstalten erforderlich sind, werde es überhaupt keine
Schließungen geben. Insofern werde er als zuständiges
Mitglied der Landesregierung für Justiz und Justizvollzug die
Entscheidung treffen und diese dann auch vertreten – gegenüber der
eigenen Fraktion und auch dem Koalitionspartner.
Minister Dr. Schöneburg hat mich ausdrücklich
autorisiert, dies allen Bediensteten im Justizvollzug gegenüber zu erklären,
da er wenig Sinn darin sieht, ständig darauf hinzuweisen, dass immer neue
Spekulationen zu allen möglichen Schließungsvarianten aus der Luft gegriffen
sind.
Willi Köbke
Landesvorsitzender
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