informieren:Heesen:
Vertrauen ist erschüttert
Der stellvertretende
dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen hat die zu erwartende Klagewelle gegen
die neuen Pensionsregelungen für Beamte vor allem mit dem erschütterten
Vertrauen der Bediensteten in die Politik begründet.
In einem Interview mit der
Nordwest-Zeitung vom 27. August 2003 stellt Heesen klar: „Die Beamten – auch
die Pensionäre – sind bereit, einen Teil der Einkommenszuwächse für die
Bildung einer Versorgungsrücklage zuzugestehen.“ Damit wäre der gleiche
Einspareffekt erreicht wie bei den jetzt vorgesehen Kürzungen, aber die
Beamten besäßen eine sichere „Bank“ fürs Alter.
Dem Bundesinnenminister warf
Heesen vor, mit dem Vertrauen der Beamten zu spielen. Pensionäre sollen nur
um der Optik Willen den Rentnern gleichgestellt werden und nicht weil es
Sinn macht. Unverständnis zeigte Heesen auch darüber, dass der
Bundesinnenminister den Versorgungsempfängern die Chance der Riester-Rente
versagt hat, mit der Ausfälle im Alter vermieden werden können.
Die Klagen der Beamten, so
Heesen abschließend, hätten in keinem Fall zum Ziel, die Gerichte lahm zu
legen. Mit Bayern und Niedersachsen habe man sich bereits auf Musterklagen
einigen können. Ein Spitzengespräch im September mit dem Bundesinnenminister
soll die Weichen für ein solches Vorgehen auch beim Bund stellen. Bisher sei
eine Einigung aber an der starren Haltung des Bundesinnenministers
gescheitert.
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