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Nach der Schlägerstory nun eine
Verschwörungstheorie?
Die Moderatorin der RBB-Klartextsendung,
Probst, lässt reichlich Fantasie walten, um ihre „schöne“ Story zu retten
Das Typische des Sensationsjournalismus wird an den
Beiträgen der Moderatorin deutlich: Es geht um die Story, nicht um
Neutralität oder Wahrheit. Und wenn die Story in Gefahr läuft, sich
in Wohlgefallen aufzulösen, muss in entsprechender Manier nachgeschoben
werden.
Fakt ist, dass die gerichtliche Überprüfung der Vorwürfe
gegen die 13 Bediensteten der JVA Brandenburg immer mehr zu deren Entlastung
führt und es absehbar ist, dass die Anklage in sich zusammenfallen wird. Es
ist unter diesen Umständen unerträglich, dass die Verhandlungen sich in die
Länge ziehen und zu einem Mammutprozess ausarten. Natürlich kann man nie
sicher sein, wie letztlich der Spruch der Kammer ausfallen wird. Und genau
hier setzt die selbsternannte Streiterin des RBB gegen angebliche
Behördenwillkür an. Sie versucht nun, medialen Druck auf das
Richterkollegium zu erzeugen, in dem sie Manipulationsvorwürfe in die
Welt setzt, die sie natürlich nicht konkret belegen kann. Zeugenaussagen,
die entlastend wirken, sind für sie gezielt abgesprochen und deshalb
manipuliert, nur Belastendes lässt sie gelten - klar, es dient ihrer Story.
Als glaubwürdig gelten für sie Straftäter und ehemalige Straftäter, wenn sie
in ihrem Sinne aussagen, andere nicht. Mitarbeiter des Justizvollzuges und
des Ministeriums unterstellt sie dagegen von vornherein, dass sie eigentlich
Falschaussagen machen, auch wenn sie es so direkt nicht formuliert.
Klassischer kann Parteinahme nicht sein.
Die öffentlich-rechtlichen Medien sind klar der
Neutralität und Objektivität verpflichtet. Dafür erhalten sie
Steuergelder. Private Sender dagegen müssen ihre Ausgaben selbst
erwirtschaften - sie sind auf Storys, die Zuschauer erbringen, angewiesen
und da steht natürlich die Jagd nach der Sensation an erster Stelle. Da
prüft man nicht lange den Wahrheitsgehalt der Information. Die Moderatorin
Probst schießt aber selbst über dieses Ziel hinaus. Wer hier tatsächlich
manipulieren will, ist wohl nach dem letzten Beitrag in der Klartextsendung
deutlich. Zugleich schiebt sie eine Drohung an die jetzige Justizministerin
nach, in dem sie formuliert, ihre Vorgängerin musste wegen dieses Vorfalles
gehen, obwohl jeder weiß, dass CDU-interne Querelen zu dieser Umbesetzung
führten.
Klartext sehe ich mir schon lange nicht mehr an, da aus den
bisherigen Erfahrungen nicht von neutraler, unparteilicher Berichterstattung
ausgegangen werden kann. Leider gibt es aber immer noch Regionale Zeitungen,
die so etwas aufgreifen.
Bleibt zu hoffen, dass die Mitglieder der Kammer des
Landgerichtes sich von solchen tendenziösen Berichterstattungen nicht
beeinflussen lassen.
Willi
Köbke
Landesvorsitzender
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